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Main-Post Marktheidenfeld, 27.4.2012
Betrachtungen aus dem
Bühnenkasten
Die „Boese Souffleuse“ las in der
Marktheidenfelder Stadtbücherei aus ihren Büchern
„Potpourri durch die Boesen Bücher“: Mit ihren Reimen begeisterte die
Würzburger Autorin Cornelia Boese ihre Zuhörer in der Marktheidenfelder
Stadtbücherei.
Das Reimen sei ihr mit Namen und Beruf praktisch vorgegeben, meinte am
Donnerstagsabend die Würzburger Autorin Cornelia Boese bei ihrer Lesung
in der Marktheidenfelder Stadtbücherei. Denn die studierte Musiklehrerin
war bis 2005 mehrere Jahre am Würzburger Mainfranken Theater als
Souffleuse beschäftigt.
Gereimt und ungereimt machte sie den Zuhörern der gemeinsamen
Veranstaltung von Volkshochschule und Stadtbücherei deutlich, dass eine
Souffleuse gerade beim Musiktheater keinen einfachen Job hat, wie sich
der Laie das gerne so denkt. Ein Musikstudium, ein tiefgreifendes
Verständnis von Oper und Dirigierkunst sind von Nöten, um den
Darstellern rechtzeitig Hilfestellungen geben zu können. Pannen sind da
gelegentlich an der Tagesordnung. An diesen ließ Boese, die im Vorjahr
mit dem „Sprachbewahrerpreis“ des Vereins Deutscher Sprache in
Mainfranken ausgezeichnet wurde, die vorwiegend weiblichen Gäste bei
ihrem heiter leichten Leseabend teilhaben.
Als das Mainfranken Theater um die Jahrtausendwende in eine
existenzielle Krise geriet, begann Boese mit dem Dichten. Sie wollte mit
der Herausgabe eines Büchleins, das sich später übrigens gut verkaufte,
einen Beitrag zur Rettung des Hauses leisten. Was lag näher, als sich
aus der Sicht der „Kastens“ der Theateranekdote zu widmen, einer früher
im Feuilleton sehr beliebten Form.
Meisterlich reimte die Dichterin, wie sie im Kammerspiel bei der
Aufführung von Edward Albees „Wer hat Angst von Virginia Woolf“ lauter
agierte als die Darsteller oder wie Generalmusikdirektor Daniel Klajner
sich bei der Premiere des „Fliegenden Holländers“ im engen Würzburger
Orchestergarben den Kopf so anschlug, dass er blutüberströmt wie
Frankenstein bis zum Ende durchhalten musste.
Nach dem Erfolg des ersten Gedichtbändchens wandte sich Boese Mozart zu.
Dafür standen beispielsweise Reime über die innige Beziehung des jungen
Musiktalents zu seinem gefiederten Freund, einem Star.
Als im Jahr 2004 Würzburg seine 1300-Jahrfeier beging, veröffentlichte
Boese eine poetische Stadtführung in Reimen unter dem Titel „Von
Räubern, Feen und großen Geistern“. Kurz darauf sollte mit dem Bändchen
„Von Meisterhand und Künstlerpech“ noch ein gereimter Führer durch das
Mainfränkische Museum folgen. So erfuhren die Zuhörer die Wahrheit über
die „Lügensteine“, mit denen der eitle Würzburger Professor Johann
Behringer im Barockzeitalter von Zeitgenossen gefoppt wurde.
Träume und Albträume von Würzburger Zeitgenossen hatte die Autorin,
veröffentlicht als „Boese Träume“, auch auf Lager. Amüsiert hörte man
beispielsweise von „geknickten“ Markt-Bratwurst-Orgien im Kilians-Dom.
Nach einer Pause präsentierte Boese eine andere Facette ihres Schaffens.
Mit dem Buch „Ich Glückspilz! rief der Hans und trennte sich von seiner
Gans.“ wandte sie sich im Jahr 2010 den Märchen der Gebrüder Grimm zu
und setzte eine Auswahl verbunden mit Illustrationen von Gerhard
Hainlein mit leichter Hand in moderne Reime. Boeses jüngstes Werk „Paul
der Pilz“ mit Zeichnungen von Stefanie Witzel erschien im letzten Jahr.
(maha)

Fränkische Nachrichten, 10.3.2012
"Boese Souffleuse" unterhielt bestens
Internationaler Weltfrauentag: Autorin Cornelia Boese las
im Kulturhaus aus ihren Werken
Einen amüsanten literarischen Abend hatte die Einladung
zum diesjährigen Frauenfest versprochen, und so unterhielt in diesem Jahr die
Würzburger Autorin Cornelia Boese, auch bekannt als "Boese Souffleuse", das
Publikum mit einer bunten Mischung an Auszügen aus ihren verschiedenen Büchern.
In ihrem Erstlingswerk "Ich bin der unsichtbare Herrscher einer magischen Welt"
präsentierte sie in Reimform die unterschiedlichsten Anekdoten von ihrer
früheren Arbeit als Opernsouffleuse. Für das Publikum unsichtbar, als Beruf
unterschätzt und in der Hierarchie am Theater nicht gerade an erster Stelle
stehend, hatte Souffleuse Boese vom Sturz des Dirigenten in den
Souffleusenkasten über den theaterinternen Tortenbackwettbewerb bis hin zum
Weckerklingeln in der Mozartaufführung allerhand lustige Geschichten parat, die
die Zuschauerinnen immer wieder zum Lachen brachten.
Dabei scheint Cornelia Boese das Dichten spielend leicht zu fallen. Ihre
ungezwungenen, lockeren Verse klingen, als sei das Reimen ihre natürliche
Sprache. Von den Erlebnissen des Wolfgang Amadeus Mozart, der einmal auf der
Durchreise nach Würzburg kam, erfuhr das Publikum in einem Auszug aus dem Buch
"Von Räubern, Feen und großen Geistern", das die Stadt Würzburg zum
1300-jährigen Stadtjubiläum in Auftrag gegeben hatte. Neben einer gereimten
Führung durch das Mainfränkische Museum und einem Gedicht über die Alpträume
eines Notarztes aus dem Werk "Boese Träume" begeisterte die Würzburger Autorin
das Publikum vor allem mit ihren gereimten Versionen von Grimms Märchen.
Unter Bewahrung möglichst vieler Elemente der alten Sprache hatte Boese die
Märchen in Versform verpackt, damit diese besser vorgetragen werden können -
Unterhaltung, die allen Altersgruppen gleichermaßen gefiel. Anlässlich des
Frauentages wählte die Autorin als Auszug unter anderem das Märchen der klugen
Bauerntochter.
Zum Abschluss gewährte sie einen Einblick in ihr Kinderbuch "Paul, der Pilz",
das jedoch auch bei den Erwachsenen Gefallen fand. Abgerundet wurde das
unterhaltsame Potpourri durch die anschaulichen Erzählungen und Einführungen von
Cornelia Boese zu den jeweiligen Geschichten.
Im Anschluss an die Lesung nutzten die Zuschauerinnen die Gelegenheit, auch noch
einige Fragen an die Autorin loszuwerden, die offenbarte, dass ihre ersten Werke
im Souffleusenkasten entstanden seien und dass ihr die besten Ideen häufig beim
Kanufahren auf dem Main kämen.
Zum Ausklang des gelungenen Abends konnten sich die Besucherinnen noch in
geselligem Miteinander an einem Häppchen-Buffet stärken.
(Nadine Schuon)

Wertheimer Zeitung, 10.3.2012
Geheimnisse einer Souffleuse
Wertheimer Frauenfest: 90 Zuhörerinnen amüsieren sich über
Cornelia Boeses Erfahrungen aus Oper und Theater
Sie ist der "sozialen und künstlerischen Isolation"
entflohen, indem sie zur Verseschmiedin wurde und den Sprung von der Souffleuse
auf die Bühne schaffte. Auf unterhaltsame Weise berichtete Cornelia Boese am
Donnerstag anlässlich der Frauenfestes von Frauenverein und Stadtverwaltung über
den Beruf der Souffleuse.
Ihre humorvollen Gedichte über den Alltag am Theater oder die gereimten
Nacherzählungen Grimmscher Märchen begeisterten die knapp 90 Zuhörerinnen im
großen Saal des Kulturhauses.
Keiner merkte an diesem Abend, dass Cornelia Boese eigentlich "Lückenbüßerin"
war, denn sie ist für eine Kollegin eingesprungen, die dem Frauenverein Ende des
vergangenen Jahres abgesagt hatte. Man kann sich nach dem Ende der Lesung kaum
vorstellen, dass sie auch nur einen Deut besser gewesen wäre als Cornelia Boese,
die ihren künstlerischen Weg als "Unterweltphantom mit Hochschuldiplom", nämlich
als Opernsouffleuse am Mainfranken Theater Würzburg begann.
Kaum einer der Zuhörerinnen war klar, welch hoch qualifizierte Ausbildung
Opernsouffleusen haben müssen. Nicht nur, dass sie ein abgeschlossenes
Musikstudium und Dirigentenunterricht nachweisen müssen. Auch Sprachen sollten
sie gelernt haben, denn so manche Oper wird ja in der Originalsprache gesungen
und da kommt es nicht gut an, wenn die Souffleuse sich mit der Aussprache des
italienischen Textes schwer tut.
Ausgesprochen amüsant berichtete die Souffleuse auch über einen Anschlag auf ihr
Leben, als sich der neue Dirigent allzu tief beim Schlussapplaus verbeugte und
in den Souffleusenkasten fiel. Boese entging Verletzungen nur deshalb, weil sie
ihren Arbeitsplatz nach dem letzten Ton der Oper verlassen hatte.
Die Lacher auf ihrer Seite hatte die Verseschmiedin auch bei ihrem Bericht über
einen Ausflug zum Schauspiel, bei dem sie "Wer hat Angst vor Virginia Woolf"
soufflierte. Der Hauptdarsteller übersprang während der Aufführung nicht nur ein
paar Zeilen, sondern fast einen ganzen Akt und reagierte auf die Versuche der
Souffleuse, ihn wieder auf den richtigen Weg zu führen, nur mit bösen Blicken.
Also mussten alle Mitspieler notgedrungen folgen, worunter die Aussage des
Stückes zwar gelitten habe, wie Boese feststellte, die Leute aber eine halbe
Stunde früher nach Hause kamen.
Gewürzt wurden die Ausführungen der "Boesen Souffleuse" durch ihre gereimten
Berichte aus ihrem Leben als "Unsichtbarer Herrscher einer magischen Welt", so
der Titel ihres ersten Gedichtbandes, in dem sie 2001 Geheimnisse aus dem
Souffleusenkasten und kleine Kostproben vor und hinter den Kulissen getreu der
Aussage "Theater ist ein Irrenhaus, die Oper aber die Abteilung für Unheilbare"
beschreibt. Fast jährlich folgten weitere "Boese Bücher" mit heiteren Versen
über Wolfgang Amadeus Mozart, Würzburger Künstler und die Alpträume von
Prominenten. Auch einen poetischen Rundgang durch das Mainfränkische Museum und
ein Kinderbuch verfasste die Dichterin, die sich erstaunt zeigte über den Erfolg
der Bücher, die ihr seit 2005 die Möglichkeit geben, freischaffend zu arbeiten.
Sie müsse nur noch gelegentlich am Theater aushelfen, dann aber mit großer
Begeisterung.
Bisheriger Höhepunkt ihres künstlerischen Schaffens ist sicher das 2010
erschienene Buch "Ich Glückspilz! rief vergnügt der Hans und trennte sich von
seiner Gans", eine fantasievolle, poetische Liebeserklärung an die Märchen der
Brüder Grimm, in der die Autorin die vertrauten Geschichten in Verse gepackt
hat.
Mit zwei gereimten Märchen, nämlich der "Klugen Bauerntochter" und der
"Lebenszeit", ihrem persönlichen Lieblingsmärchen, schloss die Dichterin ihren
Vortrag, für den sie viel Beifall erhielt. Die Autogramme von Cornelia Boese
waren am Ende ihrer Lesung außerordentlich begehrt.
(Peter Riffenbach)

Heidingsfeld, 26.8.2011
Boese Souffleuse beim
Mühlenfest
Im romantischen Innenhof der
Schulzenmühle, dem Vereinsdomizil der Fasenachtsgilde Giemaul
Heidingsfeld e.V., konnten rund 350 Zuhörer beim Mühlenfest den Worten
von Cornelia Boese, der "Boesen Souffleuse", lauschen.
"Grimms Märchen in Versen", das neueste Buch von Cornelia Boese, stand
im Mittelpunkt der Lesung. Wie es in einer Pressemitteilung der
Giemaulgilde heißt, fiel es der Künstlerin nicht schwer, das Publikum in
die Märchenwelt zu entführen. Die Reise ging von "König Drosselbart" bis
zu "Hans im Glück".

Frickenhausen, 15.4.2011
Riesling mit Reimen -
Literarische Weinprobe
Müller-Thurgau und Märchen: Es
war ein unterhaltsamer Abend, den die Gemeindebücherei Frickenhausen
veranstaltet hatte. Der Ratskeller, in dem die Literarische Weinprobe
mit der Theatersouffleuse Cornelia Boese stattfand, war festlich
geschmückt, jedoch nur zur Hälfte mit Zuhörern gefüllt, was aber der
Stimmung keinen Abbruch tat. Cornelia Boese begeisterte die Anwesenden,
denn sie las ihre selbst verfassten Texte spritzig und natürlich. Die
Texte reimten sich, und das war es, was den Zuhörern gefiel. Sie las
sechs Märchen, die alle zu den Weinen aus den Frickenhäuser Weinbergen
passten und die von der Winzerin Anita Hess (Weingut Ulsamer)
vorgestellt wurden. Es gab einen Müller-Thurgau vom Weinbau Bauswein,
eine Scheurebe vom Weingut Ulsamer, einen Riesling von der GWF, einen
Silvaner vom Bickl-Stumpf und eine Domina vom Meintzinger. Alles passte
zusammen: Die Weine, die Reime, die Stimmung. Die Zuhörer fanden sich im
Drosselbart, im Hans im Glück und in den Bremer Stadtmusikanten, die von
Cornelia Boese gereimt vorgetragen wurden, wieder. Dazwischen plauderte
die Autorin mit den Zuhörern und erzählte, dass sie die Gegend hier
besonders gern habe. Da sie kein Auto besitzt, erkundet sie sehr viel
mit dem Fahrrad, und da fallen ihr auch wieder die unterschiedlichsten
Geschichten und Reime ein.

(Bibliotheksleiterin Maria Hanika, Autorin und
Vorleserin Cornelia Boese und Winzerin Anita Hess, Photo Uschi Merten)
Die Kitzinger, 26.10.2009
Bis der Blasebalg
Löcher kriegt
Musikalische Museumsnacht in
Marktsteft
"Lebe lustig und vergnügt, bis
der Blasebalg Löcher kriegt" steht für ein Lebensmotto und unter diesem
sollte auch der Abend stehen. Deshalb war Cornelia Boese eingeladen, die
mit ihren eigenen Gedichten das Thema untermalte. Sie ist gelernte
Souffleuse, schreibt aber auch selbst Bücher und Auftragsgedichte, macht
unter anderem Führungen, wie zum Beispiel einen poetischen Rundgang
durch Würzburg.
Für ihre herausragenden Leistungen wurde sie beispielsweise mit dem
Kulturförderpreis der Stadt Würzburg 2005 ausgezeichnet und sie gewann
auch schon mehrere erste Plätze bei Gedichtwettbewerben.
Nachdem sie sich selbst mit einem lustigen Gedicht vorgestellt hatte,
sagte sie: "Da aller guten Dinge drei sind, sollen's auch drei Boese
sein." Also drei Blöcke, der erste über das Museum. Mit Auszügen aus dem
poetischen Rundgang durchs Mainfränkische Museum, dem Lügensteinskandal
in Eibelstadt, der Geschichte des Bocksbeutels und dem Lieblingstrank,
der Goethes Trinkgewohnheiten verbildlichte, brachte sie jeden zum
Lachen.
Im zweiten Block ging es um Märchen, die sie erst seit Kurzem schreibt.
Sie fände es schade, dass die Grimmschen Märchen zwar sehr schön wären,
man sich als Erwachsener allerdings kaum noch an sie erinnern könnte,
sagte sie. Darum hat sie diese Märchen in Versmaß umgewandelt. Einen
Auszug aus ihrem Manuskript, das demnächst veröffentlicht wird, las sie
in Marktsteft im Museum vor. "König Drosselbart", "Das blaue Licht" und
"Die Lebenszeit" gab sie zum Besten.
Im dritten und letzten Block entführte Cornelia Boese das Publikum in
den Souffleusenkasten. Dies war wohl der persönlichste Teil und machte
schnell klar, wie sehr sie das Theater liebt. Wer bis jetzt noch nicht
überzeugt war, wurde spätestens hier mitgerissen. Denn die Boese
Souffleuse las aus dem Buch "Boese Träume", das von ihren Patzern beim
Schauspiel, der Blamage bei der Oper und anderen lustigen Pannen
handelte.
Unterstützung erhielt Cornelia Boese von ihrem alten Polyphon, einem
mechanischen Musikautomaten. Bei der musikalischen Museumsnacht war von
alt bis jung für jeden etwas dabei - ein wirklich gelungener Abend.
(mel)
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