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Bratensoße im Prater und
Reime aus dem Paddelboot, Main-Post, 7.11.2003
Klein, aber fein, crescendo 6/2003
Dichten hat was von Musik, Leporello
8/2003
Mozart in Versen, Main-Echo, Juni
2003
Vergnügliche Reim-Reise mit und zu Mozart,
Volksblatt, 3.6.2003
Main-Post Würzburg, 7.11.2003
Bratensoße im Prater und Reime aus dem
Paddelboot
Cornelia Boese ist Deutschlands bekannteste Souffleuse
W ü r z b u r g Ihre Einfälle hat sie im roten Paddelboot auf dem Main
zwischen Würzburg und Randersacker, oder im engen Souffleusen-Kasten, halb unter
der Bühne des Mainfranken Theaters. Cornelia Boese dichtet. Seit sie vor fünf
Jahren das italienische Libretto einer Salieri-Oper in deutsche Verse
umwandelte, kann sie davon nicht mehr lassen.
Was sie seitdem in gerundeter Handschrift ganz altmodisch zu Papier bringt (sie
hat ein Dutzend Tintenfässer, aber keinen Computer), lässt sich nicht leicht in
eine literarische Gattung einordnen. Aber das muss ja auch nicht sein.
"Gaulimauli" heißt ihr jüngstes Buch - es ist das vierte (...). Es geht um
Mozart. Gereimt, satirisch aber nicht bissig, intelligent aber nicht
intellektuell, springt sie mit dem Genie um. Mozart auf der Reise nach Prag
liest sich bei Boese so: "Mozart bewundert die Natur; / Als Stadtmensch kennt er
Bäume nur / aus Pappmaché wie im Theater / und Wald nur wie im Würstl-Prater /
wo kaum Getier mehr fleucht und kriecht / weil's da nach Bratensoße riecht..."
Eugen Roth sei ihr Vorbild, sagt die 33jährige, die eigentlich
Musiktheater-Souffleuse am Mainfranken Theater ist, aber dort inzwischen
wesentlich mehr macht, als vergesslichen Sängern auf die Sprünge zu helfen. Die
Boese moderiert Kinderkonzerte, übernimmt Führungen, hat Kabarett-Abende
mitgestaltet, Lesungen veranstaltet, ein Kinderstück mit der Geige begleitet...
Deutschlands bekannteste Souffleuse - der "Stern" widmete ihr einen Artikel mit
großformatigem Foto, das ZDF drehte einen längeren Beitrag - feilt schon wieder
an neuen Reimen. Es geht um Künstler, die mit Würzburg zu tun hatten. Mozart
wird vorkommen, Tucholsky und auch Goethe; der Würzburger Malerin Gertraud
Rostosky werden ebenso Verse gewidmet wie Hermann Zilcher. Der Band soll zum
Stadtjubiläum 2004 erscheinen. "Ich hab ungefähr jedes Buch über Würzburg
gelesen", sagt Cornelia Boese über die Vorbereitungen und übertreibt womöglich
nicht einmal sehr.
Denn der Hintergrund ihrer gereimten Geschichten muss - bei aller
Vergnüglichkeit - stimmen. Das Manuskript von "Gaulimauli" ließ sie von Ulrich
Konrad gegenlesen. Der Würzburger Musikwissenschaftler ist international
anerkannter Mozart-Experte.
Die literarische Souffleuse legt beim Verse-Schmieden Wert auf korrekte Sätze.
Sie vermeidet es, Worte umzustellen, nur um sie ins Reim-Schema oder ins Versmaß
zu pressen. Was die Sache nicht einfacher macht, und der Poetin viel
Kopfzerbrechen. Es fließt bei weitem nicht so locker-geschmeidig aus der Feder,
wie es sich dann liest...
Sie hat Erfolg mit ihrer speziellen Art von Literatur. Ihr Buch über Freud und
Leid einer Souffleuse, "Ich bin der unsichtbare Herrscher einer magischen Welt",
hat sich binnen eineinhalb Jahren 2000-mal verkauft, geht jetzt in die zweite
Auflage. Neulich, erinnert sich Cornelia Boese, kam sogar eine Bestellung aus
Bozen. "Irgendwann hab ich 'nen Bestseller", sagt sie mit jenem Hauch von
Selbstironie, der nicht nur ihr Souffleusen-Buch so sympathisch macht.
(Ralph Heringlehner)
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crescendo 6/03)
Klein aber fein,
das ist das neue Buch von Cornelia Boese. Gaulimauli heißt das gute Stück und
ist eine vergnügliche Reim-Reise mit und zu Mozart. So erfährt der Leser,
begleitet von liebevollen Scherenschnitten Sara Buschkühls, von Mozarts Kindheit
in Salzburg, seiner ersten Begegnung mit Beethoven und nicht zuletzt von seiner
Existenz als Frauenheld. Natürlich ist auch sein musikalischer Werdegang
hinreichend und mit einer gehörigen Portion Ironie beschrieben. Endlich mal eine
Neuerscheinung, die aus dem normalen Produktionsrahmen herausfällt und es
absolut verdient hat, Aufmerksamkeit zu bekommen. In unserer schnelllebigen Zeit
lädt dieses Kleinod zum Verweilen ein und bringt ganz von allein Musik mit
hinein, natürlich im Reim!
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Stadtmagazin "Leporello" 8/2003
Dichten hat was von Musik
Cornelia Boese spürte für "Gaulimauli" Mozart nach
"Dichten hat was von Musik", da ist sich Cornelia Boese ganz sicher. Und hat den
nächsten Reim scheinbar schon im Kopf. Dabei ist nach dem Verständnis der jungen
Frau Verseschreiben Schwerarbeit. Am Anfang steht die Idee, dann muss intensives
Quellenstudium betrieben und alles in Takt und Rhythmus gebracht werden. Was so
unglaublich heiter, so leicht und schwerelos daher kommt, was augenzwinkernd an
Eugen Roth, Morgenstern und Co erinnert, ist sorgfältig zusammen gepuzzelt, von
Fachleuten Korrektur gelesen und abgesegnet.
Mit Sachwissen und Esprit
Für "Gaulimauli", die jüngst erschienene "vergnügliche Reim-Reise mit und zu
Mozart" aus der Feder der Boese, hinter deren vordergründiger Harmlosigkeit
Sachwissen mit Esprit steht, hat sie einen ganzen Sommer lang über sämtlichen
Mozart-Büchern der Würzburger Stadtbücherei gegrübelt. Und alle
Original-Mozartbriefe gelesen und jede gefundene Quelle auf ihre Seriosität
abgeklopft. Ganz nach dem Motto "Was ist das für ein Bücherwurm, der sich nicht
bewegt" ging die Dichterei nachmittags auf dem Main in ihrem roten Kanu weiter.
Spätestens in Randersacker waren die kleinen, in Reime gefassten Geschichten
perfekt. Landete jedoch Schiff samt Schreiberin in einer Gedankensackgasse,
musste eben bis Eibelstadt gepaddelt werden...
Der Main. Für Cornelia Boese, die ihre Brötchen als Opern-Souffleuse des
Mainfranken Theaters verdient, inspirierender Wasserlauf und Oase gleichzeitig.
Morgens um fünf mit der Thermoskanne und einem Vanillejoghurt ins Kanu, und dann
nur noch der Fluss, Graureiher, Haubentaucher - und die junge Frau mit den
langen Beinen! Hier in der Natur holt sie, die so gern so vielseitig, so lustig,
so verrückt, so fantasievoll wie Pippi Langstrumpf sein möchte, Anregungen für
ihre Kunst. Und Kraft für den Job im Kasten. Denn der verlangt ständige Präsenz
(außer in den Spielpause-Wochen im Sommer), höchste Konzentration und eine
Leidenschaft, die Unbill jeglicher Art übertönt. Ein Schulmusikerdasein wäre
nichts für die Boese, trotz Abschluss in 19 Fächern samt Dirigierexamen. Das
wusste die Studentin schon im dritten Semester, hatte schon zu viel Theaterluft
geschnuppert, erste Herausforderungen bewältigt und in Buchform verarbeitet
("Die gute Fee im Kasten", "Ich bin der unsichtbare Herrscher einer magischen
Welt"). Die Übersetzung der Salieri-Oper "Kublai Khan", ein
Georg-Kreisler-Programm gemeinsam mit dem Bass Patrick Simper, immer wieder
kleine Rollen auf der Bühne, wenn sie mal nicht aus dem Kasten heraus dirigieren
muss, haben den Weg gefestigt, den die Klavier und Geige spielende, singende, in
unterschiedlichsten Sprachen parlierende, mit Reimen jonglierende Boese
eingeschlagen hat.
(Ursula Maria Martin)
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Main-Echo, Juni 2003
Mozart in Versen
Als
Vorgeschmack auf das Würzburger Mozartfest stellte Cornelia Boese, die reimende
Souffleuse am Mainfranken Theater Würzburg, ihr neuestes Buch im Rahmen einer
vergnüglichen Lesung vor. Aus den Gedichten, umrahmt von heiteren Bläserklängen
des Ensembles „Spieltrieb“, erfuhren die amüsierten Zuhörer allerhand
Hintergründiges und Hintersinniges über das Salzburger Genie. Alles das hat die
studierte Musikwissenschaftlerin genau recherchiert und von dem Würzburger
Mozart-Experten Prof. Ulrich Konrad „absegnen“ lassen. Die Mozart-Enthusiastin
Boese, Meisterin des Enjambements oft quer durch mehrer Wörter, der klingenden
Sprache und des schwebenden Verses, hat einiges Witzige zusammengetragen über
Mozarts Aussehen, sein Verhältnis zu Frauen, seine Neckereien mit
Musikerkollegen, seinen Vogel, seine Tanzwut, seine Reisen und seine Spottlust,
die auch den rätselhaften Titel der Gedichtsammlung „Gaulimauli“ - ein Zitat aus
dem Kanon KV 232 – hervorbrachte. Das mit zarten Scherenschnitten von Sara
Buschkühl hübsch ausgestattete Büchlein (97 Seiten), erschienen im Buchverlag
Peter Hellmund, ist für 11 Euro zu haben.
(Renate
Freyeisen)
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Volksblatt Würzburg, 3.6.2003
Vergnügliche Reimreise mit und zu Mozart
Autorenlesung aus dem neuen Gedichtband von Cornelia Boese "Gaulimauli"
W ü r z b u r g Ein besonderes musikalisches und literarisches Vergnügen bot
die Sonntags-Matinée im Mainfranken Theater Würzburg. Cornelia Boese stellte
ihren neuen Gedichtband "Gaulimauli - eine vergnügliche Reimreise mit und zu
Mozart" vor. Das "Ensemble Spieltrieb", das sich aus Mitgliedern des
Philharmonischen Orchesters zusammensetzt, umrahmte musikalisch die Gedichte der
Würzburger Autorin.
Die humorvolle Ader Mozarts hat Cornelia Boese nicht nur mit dem Titel des
Gedichtbändchens "Gaulimauli" aus dem Mozartkanon aufgenommen. Bei ihrer Poesie
sitzt ihr auch der Schalk im Nacken und sie bietet mit ihrem Werk einen
humorvollen literarischen Genuß. Dabei bleibt sie der Wahrheit treu und
verarbeitet nur wirkliche Begebenheiten. Heitere, informative und überraschende
Details aus Mozarts Leben hat die junge Musikerin in monatelanger
Recherchearbeit zusammengetragen. Charmant von der Autorin vorgetragen
verwandelt sich Musikhistorie in ein amüsantes Vergnügen, dem sich die Besucher
der Matinée genüsslich hingaben.
Dabei begleitet durch das Leben Mozarts, das Cornelia Boese mit poetischen
Episoden vom Wunderkind bis zum Herzensbrecher nachzeichnet, musikalisch das
"Ensemble Spieltrieb" vom "Divertimento Nr. 8" über das "Rondo für Klarinette",
die Oper "Don Giovanni" bis hin zur "Zauberflöte".
Die junge Autorin erstaunt oft durch ihre Assoziationen zwischen Historie und
Gegenwart, wenn sie beispielsweise die Geheimschrift Mozarts und seinen Ausdruck
"Spuni cuni fait" mit den "Spunks" von Pippi Langstrumpf in Verbindung bringt.
Wortschöpfungen wie die "Mozartherzensbrecherdame" bezüglich Aloysia Weber
lassen schmunzeln oder der Reim der Mozartkugel auf die Internet-Suchmaschine "Google".
"Nur nicht lachen, durfte ich", gestand die charmante Musikerin nach der
Präsentation, "als ich auf der Bühne den Vogel Mozart's in 'gis' statt in 'g'
nachpfiff und dabei die Musiker des "Ensemble Spieltrieb" foppte, so wie dies in
vergangener Zeit ein kleiner talentierter Star mit Mozart machte.
Erheiternd sind auch die Gedichte Boeses über die Geheimnisse ihrer Tätigkeit
als Opersouffleuse, denen sie ihre ersten literarischen Werke ("Die gute Fee im
Kasten", "Ich bin der unsichtbare Herrscher einer magischen Welt") gewidmet hat.
Ihr musikalisches Talent beweist die gebürtige Würzburgerin durch ein traurig
anmutendes Musikstück aus ihrer Feder, das sie in Anlehnung an Goethes
Fortsetzung der Zauberflöte geschrieben hat. Dabei spielt Boese die Faunenflöte
des Papageno neben Christoph Rox (Flöte), Holger Burke (Oboe), Uwe Ellies
(Klarinette), Isabel Schmitt (Horn) und Andrea Wurmbäck (Fagott).
(Dr. Susann Gundermann)
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