amazon, Dezember 2010

Märchenhaft

Dieses Buch ist nicht nur etwas ganz Besonderes, es ist etwas Außergewöhnliches. Cornelia Boese formuliert Grimm's Märchen mit einer Leichtigkeit, Witz und Humor und verliert dennoch nie den Bezug zu deren Ursprung. Fängt man einmal darin an zu lesen, dann kann man gar nicht mehr aufhören und Kindermärchen werden zur alters- und zeitlosen Lektüre.
Die Auswahl der Märchen ist hervorragend getroffen, aber eigentlich nebensächlich. Ob es nun eines der bekannten oder ein weniger bekanntes Märchen ist, alle sind in stilsicherer und feiner Form sprachlich kunstvoll transformiert.
Diese Märchensammlung beweist, dass diese Kunstgattung keinesfalls verstaubt ist und auf diese, andere Weise neuen Glanz bekommt. Man kann nur wünschen, dass dieses Buch viele, viele Freunde findet. Darüber hinaus ist die Reimform auch für Kinder eine hervorragende Art, sich mit Märchen anzufreunden, auch und gerade im ansonsten immer digitaleren Zeitalter.
Ich hoffe auf eine Fortsetzung, vielleicht Andersen oder 1001 Nacht? Aber auch bei den Gebrüdern Grimm gibt es noch einen reichhaltigen Fundus.

(Klaus Oestreicher, Worcester, UK)

 

Kulturmagazin Leporello, Dezember 2010

Märchenreise

Auf eine poetische Reise in die verwunschene und geheimnisvolle Welt der Gebrüder Grimm nimmt die Würzburger Autorin und frühere Souffleuse am Mainfranken Theater Würzburg, Cornelia Boese, ihre Leser in ihrem neuen Buch mit. Unter dem Titel “Ich Glückspilz! rief vergnügt der Hans” hat sich die Dichterin mit der ausgesprochenen Vorliebe für Grimms Märchen ausgiebig ihrer Reimlust hingeben. Heraus gekommen sind nach dreijähriger Vorarbeit 35 in pfiffiger Manier gereimte Märchen nach bekannten Vorlagen wie “Der Froschkönig”, “Rapunzel” oder “Hans im Glück”.
Der stattliche, kräftig grün leuchtende Band lässt Erinnerungen wach werden an Märchenstunden in kalten Wintertagen, an spannende, lustige und lehrreiche Begebenheiten, die Groß und Klein Freude und Kurzweil schenken. Illustriert wurde das 180 Seiten umfassende Werk aus dem Würzburger Buchverlag Peter Hellmund, der übrigens Cornelia Boese vor Jahren mit dem schmalen Bändchen “Ich bin der Herrscher einer magischen Welt” den Weg als Schriftstellerin anbahnte, von dem Würzburger Arzt und Zeichner aus Begeisterung, Gerhard Hainlein. Cornelia Boese machten ihre heiteren Verse über die kleinen Katastrophen hinter den Kulissen als Autorin bekannt. Fürs Mozartfest übersetzte sie zudem eine zweihundert Jahre lang verschollene Salieri-Oper ins Deutsche.

(sek)

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