Vergnügliche "Rlfol" in der Kulturetage,   Rieser Nachrichten, Oktober 2006
Mit Mozart, dem Star, unterwegs,   Main-Post, 26.4.2006
Ein humorvoller Seitenblick auf Mozart,   Die Kitzinger, 21.3.2006
Mozart meets Münsterschwarzach,   Juni 2007
Einen Reim auf Mozart gemacht,   Fränkische Nachrichten, 23.6.2004
Goethe-Krimi um die Zauberflöte,   Main-Post, 11.6.2004
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Rieser Nachrichten, Oktober 2006

Vergnügliche „Rlfol“ in der Kulturetage

Das Gitarrenduo Tedesco Nuevo, Barbara Hennerfeind und Barbara Hölzer, sowie die Autorin Cornelia Boese waren die virtuosen und humoristischen Reiseführer durch den Abend in der Kultur etage des Reimlinger Schlosses.
„Rlfol“ ist keineswegs ein Drhckiluelr (=Druckfehler), sondern die von der Familie Mozart in Briefen angewandte Verschlüsselung „Malefisohu“,wenn es darum ging, den wenig geliebten, neugierigen, bespitzelnden Erzbischof auszublenden. „Rlfol“ bedeutet danach einfach Reise.
Auf historischen Instrumenten des 18. Jahrhunderts erklang das erste Thema mit Variationen des Gitarristen P. F. Carulli, einem Zeitgenossen und Verehrer Mozarts – wie hingehaucht die perlenden Melodien mit präzisen Themenwechseln zwischen den Instrumenten und Perfektion der Nuancierung. Nach jedem Instrumentalvortrag folgte eine Lesung zu bestimmten Aspekten des Lebens der Familie Mozart. Den Anfang bildeten „Wolfgangs Gagen“; leider vergoldete Tabakdosen, Schuhschnallen, Ringe „statt Gulden zur Tilgung der Schulden“. Dann gab es ein Rätsel zu lösen. Welche Oper Mozarts war die Lieblingsoper des Gitarristen Fernando Sor (1778 – 1839)? Über ein Thema daraus hat er in seinem op. 9 Variationen für Sologitarre geschrieben. Das Werk wurde in beherrschter Technik, reicher Dynamik und mit Liebe zum Detail von Barbara Hölzer zu Gehör gebracht. Der Preis, eine Mozartkugel, für die richtige Lösung – Zauberflöte – fiel dann an eine Dame.
Weitere Verse, vorgetragen mit feinem Humor und Liebe zur Sprache, gab es noch zu folgenden Themen: Mozarts Scholaren – Mozarts Aussgleichssport (das Tanzen) – Mozart und die Frauen – Der Sängerstar (ein in Mozarts Besitz befindlicher Star, der manches nachpfeifen konnte) – Mozarts Ehe bzw. die Eifersucht auf Franz Xaver Süßmaier. (...)
Lang anhaltender Beifall führte noch zu zwei Zugaben: einer Erzählung vom Wecker der Souffleuse Boese während einer Arie „Der Vogelfänger bin ich ja...“ und dem Lied „c-a-f-f-e-e-, trink nicht so viel Kaffee“ als dreistimmiger Kanon.

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Main-Post, 29.4.2006

Mit Mozart, dem Star, unterwegs

Cornelia Boese begeisterte das Publikum bei der Lesung „Gaulimauli“ in der Stadtbibliothek, indem sie den Menschen Mozart mit seinen Stärken und Schwächen vorstellte.
Mozart ist ein Star, der bis heute nichts von seinem Glanz verloren hat. Immer noch begeistert er Menschen jedes Alters mit seiner Musik und zieht sie in seinen Bann. „Die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Mozart wäre heuer 250 Jahre alt geworden. Gerolzhofen will mitfeiern und darum steht er im Mittelpunkt der Kulturtage“ erläuterte Brigitte Vogt, die Leiterin der Stadtbibliothek, als sie die Gäste bei „Gaulimauli – Eine vergnügliche Reim-Reise mit und zu Mozart“ mit Cornelia Boese begrüßte.
Daß Mozart ein musikalisches Genie war, steht außer Frage. Aber wie war er als Mensch? Die Dichterin gab darauf einige Antworten, indem sie bestimmte Aspekte seines schillernden Lebens herauspickte. Sie nahm dabei kein Blatt vor den Mund und schreckte auch vor Kritik nicht zurück. Diese brachte sie aber so charmant und unkonventionell vor, daß sie den großen Meister nicht diskreditierte. Er wurde dadurch zu einem Lebewesen aus Fleisch und Blut, das Stärken und Schwächen hat, so wie jedes andere auch.
Ihr zuzuhören war ein Genuß. Nicht nur, weil das, was sie sagte, gut recherchiert war und Hand und Fuß hatte, sondern auch wegen der exzellenten Aussprache. Das Tüpfelchen auf dem „i“ war, daß sie alles in Reimform verpackte, was sehr erfrischend wirkte. Das Gesagte hatte Tiefgang. Außerdem verstand sie es, sachliche Informationen mit Witz und Leichtigkeit zu vermitteln. (...)
Cornelia Boese stammt aus Würzburg. Sie arbeitete am dortigen Theater als Souffleuse. Sie hat Sprachen und Musik studiert. Nach ihren Jahren in der „Versenkung“ wagt sie nun als Dichterin ihr Glück. Aus dem Werk „Gaulimauli“ gab sie in Gerolzhofen einige Kostproben zum Besten und die kamen an.

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Kitzinger Zeitung, 21. März 2006
 
Ein humorvoller Seitenblick auf Mozart

Cornelia Boese bietet Besuchern Ungewöhnliches und Heiteres aus der Welt des Theaters
 
Viel interessantes und manch Unbekanntes wußte Cornelia Boese aus Würzburg während des Literarischen Abends des Kulturhistorischen Kreises Dettelbach im Gewölbekeller des Weingutes Glaser-Himmelstoß zu erzählen. Die studierte Souffleuse des Theaters der Domstadt bediente sich dabei aber keineswegs einer normalen Satzbildung.
Sie brachte Ausschnitte aus vier bereits veröffentlichten Gedichtbändchen in wohlgeformte Reimen zu Gehör. Das, was die aufmerksamen, oft recht amüsierten Zuhörer an Anekdoten zum Mozartjahr und darüber hinaus noch weit mehr „serviert“ bekamen, entbehrte nicht einer deftigen Würze mit Humor. In Bezug auf Mozart, so versicherte die Dichterin, werde alles wahrheitsgetreu wiedergegeben. Dafür bürge der Mozartforscher Professor Konrad. Er habe alles nachgelesen.
Die Rezitatorin stellte sich nach den einleitenden Worten des Vorsitzenden des Kulturhistorischen Kreises, Karl Persilka, poetisch vor. „Aus Würzburg stammt Cornelia Boese. Die Künstlerin war als Souffleuse dort am Theater engagiert. Hat Sprachen und Musik studiert und' ist Autorin von diversen Geschichtsbändchen in heitren Versen...“. „Souffleuse“ und „Boese“ reimt sich eigentlich recht prächtig; ebenso in Bezug auf Mozarts Aussehen auch „häßlich“ und „bläßlich“. Was aber nicht heißen soll, der Dichter sei unansehlich gewesen. Mit seiner etwas klein geratenen Gestalt könnte man ihn in Bezug auf sein Äußeres eher als unscheinbar bezeichnen. Demgegenüber gilt Mozart in der heutigen, vielfach zu beobachtenden Darstellung als ein äußerst hübscher „Kerl“, so Cornelia Boese.
Im ersten Teil des Literarischen Abends ging die Autorin zunächst auf Mozart als Wunderkind ein und beschrieb dann dichterisch seine bekannten Reisen in der „Rumpelkiste“ (Kutsche). Seine geglückten und mißlungenen Liebesgeschichten ließen zum Teil mitgenießen, nicht selten aber auch mitleiden. Daß die Ehe mit Constanze Weber immer einem „Honey-moon“ glich, darf bei Mozarts ebenso wenig angenommen werden wie bei vielen gewöhnlichen Sterblichen.
Zwischendurch erfuhren die Zuhörer, worauf das Thema des Abends „Lieber Gaulimauli“ zurückzuführen ist. Mozart, so erzählt Cornelia Boese, habe seinen gesamten Freunden Spitznamen gegeben. So sei bei ihm ein gewisser Freistädtler eben ein „Gaulimauli“ gewesen. Warum? Vielleicht hat dessen Mund eher einem Gaulmaul geähnelt.
Nach der Pause fuhr Cornelia Boese zunächst weiter mit ihren Mozart-Anekdoten. Interessant war es sicher für viele Anwesende, in den Gedichten zur „Zauberflöte“ zu erfahren, dass der zweite Teil der Oper von keinem Geringeren als von Goethe stammt.
Außerhalb des Mozart-Themas behandelte Cornelia Boese ihren Souffleusen-Beruf sowie die Alpträume verschiedener diesbezüglich Befragter. Auch einen eigenen gab sie zum Besten.
Fehlen durfte bei ihrem Auftritt in Dettelbach wie vielleicht auch bei vielen anderen Lesungen, nicht ihre uralte Spieluhr. Sie erzählte, daß diese bei einem Hausverkauf der Großeltern im Allgäu gerade noch gerettet werden konnte. So unterstreicht das Spiel dieses Gerätes, dessen Lauf wegen einiger Platten-Transportierschwierigkeiten von Hand etwas nachgeholfen werden muß, die Auftritte der Dichterin.
Cornelia Boese ist übrigens Trägerin des Kulturförderpreises, den die Würzburger Oberbürgermeisterin Pia Beckmann ihr 2005 verlieh. Für den amüsanten Abend bedankten sich die Anwesenden mit viel Beifall.

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Juni 2007

Mozart meets Münsterschwarzach

Ein vergnügliches und virtuoses Gesprächskonzert am Egbert-Gymnasium

Eine humoristische „Rlfol“ mit und zu Mozart präsentierte das Gitarrenduo Tedesco Nuevo mit Barbara Hölzer (selbst als Gitarrenlehrerin an der schulinternen Musikschule tätig) und Barbara Hennerfeind zusammen mit Cornelia Boese, Autorin mehrerer Gedichtbändchen und Souffleuse am Stadttheater Würzburg im Rahmen eines Gesprächskonzertes für die Oberstufe in der Aula des Gymnasiums.
„Rlfol“ ist keineswegs ein Drkckiluelr“ (=Druckfehler), sondern die von der Familie Mozart im Briefverkehr benutzte Verschlüsselung „Malefisohu“, die allzu kritische und offene Anmerkungen in ihren persönlichen Briefen vor der Neugierig des ungeliebten Salzburger Erzbischofs Coloredo bewahren sollte, der es mit dem Postgeheimnis nicht so genau nahm. Entschlüsselt bedeutet „Rlfol“ also nichts anderes als „Reise“.
In ihrem neuesten Gedichtband „Gaulimauli“ beschäftigt sich Cornelia Boese mit Mozarts Leben und rezitiert in Versform manch skurrile Anekdote aus seinem allzu kurzem Leben. All die kleinen liebenswerten Begebenheiten trug sie mit musikwissenschaftlich sauber recherchiert mit viel Charme und Leichtigkeit pointiert vor. Dabei spielte sie immer wieder mit sprachlichem Witz den Ball den beiden hervorragenden Gitarristinnen zu, die ihren Instrumenten eine breite Palette von verschiedensten Ausdrucksnuancen entlocken konnten. So erklangen die perlenden Melodien eines Variationssatzes aus der Feder des Gitarristen P.F. Carulli, einem Zeitgenossen und Verehrer Mozarts, in einem wunderschönen musikalischem Dialog der beiden Instrumente, absolut perfekt aufeinander abgestimmt in Artikulation und Phrasierung.
Dann gab es für die Schülerinnen und Schüler das Rätsel zu lösen, welche Oper Mozarts wohl die Lieblingsoper des Gitarristen Ferdinand Sor gewesen sei. Über ein Thema daraus hat er in seinem op. 9 eine Reihe von Variationen für Sologitarre komponiert. Das anspruchsvolle Stück wurde von Barbara Hölzer mit lupenreiner Technik, breit gefächerter Dynamik und mit viel Liebe zum Detail brilliant vorgetragen.
In weiteren Versen griff Cornelia Boese mit viel Sprachwitz und feinem Humor die Themen Mozarts Scholaren und Mozarts Liebesleben sowie sein Verhältnis zu den Frauen auf.
Das Gitarrenduo brachte noch Ausschnitte aus Mozart-Sonaten, ursprünglich für Klavier geschrieben, zu Gehör und demonstrierte mit dem programmatischen Werk „Das Ungewitter“, ebenfalls von Carulli komponiert, die brillianten Möglichkeiten der Lautmalerei auf der Gitarre.
In einer Bearbeitung für zwei Gitarren mit vertrauten Themen aus Rossinis „Barbier von Sevilla“ glänzten die beiden „vielsaitigen“ Musikerinnen durch ihre vielgestaltige Orchester- und Stimmimitation.
Als Dank für den ehrlichen und lang anhaltenden Beifall der Schüler gab Frau Boese, die Souffleuse noch ein heiteres Erlebnis aus ihrem schwarzen Souffleurkasten am Stadttheater zum besten und übernahm in der von den Gitarren zum Schluss angestimmten Arie des Papageno „Ein Vogelhändler bin ich ja“ das bekannte aufsteigende Tonleitermotiv auf ihrer „Zauberflöte“.
Der Fachbetreuer für Musik, Manfred Weidl, bedankte sich bei den den „drei Damen“ mit einem bunten Frühlingsstrauß und – was läge näher – Mozartkugeln.

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Fränkische Nachrichten, 23.6.2004

Einen Reim auf Mozart gemacht

Was hat das Mozartfest mit Kaffee zu tun? Wie reiste man zur Mozartzeit? Was geschieht im zweiten Teil der Zauberflöte? Und wie war das eigentlich mit Mozarts Frauengeschichten? Diese und viele andere Fragen beantwortete Cornelia Boese nun im Rahmen des Mozartfestes zusammen mit dem Trio „Spieltrieb“ im Gartensaal der Residenz.
Cornelia Boese ist Souffleuse. Und daß sich das reimt, das kann einfach kein Zufall sein, denn die Souffleuse selbst reimt auch, pardon: dichtet. Unter anderem macht sie sich auch ihren Reim auf Mozart, den überirdisch verklärten Musiker, und beschreibt in ihren Gedichten vergnüglich (und sogar historisch fundiert) das ganz und gar irdische Leben des großen Göttlichen. Da lag es nahe, daß drei Musiker des Ensembles „Spieltrieb“ auf die Idee kamen, Musik und Lyrik mozärtlichzu vereinen, im lichten Gartensaal der Residenz, bei Kaffee und Kuchen.
Und so klirrten und klangen an den vollbesetzten Tischen zunächst einmal die Teetassen, Kaffeelöffel und Kuchengabeln, bevor das Trio mit zwei Klarinetten und Fagott die „musikalische Reim-Reise mit und zu Mozart“ fulminant eröffnete, mit einem Arrangement der Ouvertüre zu „Le nozze di Figaro“. Von Beginn an machten die drei Instrumentalisten dem Namen ihres Ensembles alle Ehre. Fagottistin Andrea Wurmbäck beeindruckte mit leichtfüßig im Baß dahinhuschender staccati, die Klarinettisten Uwe Ellies und Andreas Langenbuch erfreuten mit Agilität und klanglichem Schmelz.
Da eilten zwischen den nonchalant von Cornelia Boese vorgetragenen Gedichten die Divertimenti, sprich: mehrsätzige Unterhaltungsmusiken mit Arrangements aus Mozarts großen Opern flott dahin; von der „Zauberflöte“ sprang man zu „Don Giovanni“.
Cornelia Boese schilderte dazwischen in ihren Gedichten vergnüglich und launig allerlei Themen aus Mozarts Leben: Daß das kleine Wunderkind mit Tabaksdosen und güldenen Taschenuhren überreich beschenkt wurde, wie Mozart einst beim Klavier-Wettstreit mit Clementi in seinem seidenen Hemd besser gekleidet war als der Kaiser, daß Mozart bei der Durchreise durch Würzburg hier einen Kaffee getrunken hat und die Stadt „prächtig“ fand. Einige prächtige Brückenschläge von Dichtung zu Musik gab es auch. In einem Brief gestand Mozart einmal seinem Vater, wenn er jedes Mädchen, daß er geküßte habe, auch heiraten müßte, dann müßte er wohl „zweihundert frei'n“. Die anschließende Registerarie „Madamina, il catalogo è questo“ aus dem Don Giovanni wurde prompt mit einigen Lachern im Publikum quittiert.
Sehr hübsch war auch Cornelia Boeses musikalische Fortspinnung der Zauberflöte. Von Goethe stammt ja das Libretto einer Fortsetzung. Daraus hatte Boese ein Duett des verdrossenen Paares Papageno und Papagena herausgenommen und selbst in Musik gesetzt, in tränenreiches Moll. Und mit Papagenos Panflöte in der Hand ergänzte sie das Ensemble „Spieltrieb“ mal eben zum Quartett.
Damit verbrachte das Publikum im Gartensaal einen überaus kurzweiligen Nachmittag in der nur wenige Schritte weiter von Touristen durchströmten Residenz. Und obwohl die Fensterscheiben zum Hofgarten verhängt waren, gelang es einigen Kindern sogar, hochzuklettern und von draußen einen Blick in den Festsaas zu erhaschen. Für die neugierigen Gucker läßt das viel erhoffen, denn auch die junge Cornelia Boese hatte sich einst mit einem Cellokasten in die Residenz geschmuggelt, um mit dem Ohr an der Tür zum Kaisersaal zu lauschen. Was daraus geworden ist, wissen wir ja jetzt...

(Günther Molz)

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Main-Post, 11.6.2004

Goethe-Krimi um die Zauberflöte


Sie gibt eine Ruhe, die Königin der Nacht. Sie entführt den Sohn von Tamino und Pamina. Nein, in Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ findet sich das nicht. Die Lieblings-Oper der Deutschen endet bekanntlich happy und mit dem Sieg von Stärke, Schönheit und Weisheit. Die krimimäßige Fortsetzung stammt von Goethe, der einen zweiten Teil zur „Zauberflöte“ geschrieben hat, der allerdings ein Fragment blieb.
Cornelia Boese – Souffleuse, Dichterin, Musikerin – hat den Goethetext ausgegraben und zur Grundlage eines ihrer launigen Gedichte gemacht: „Pamina stürzt der Kindsverlust in depressiven Dauerfrust, und helfen kann nicht mal ihr Mann...“
Zu hören gibt's das und noch mehr am Sonntag beim Mozartfest-Teekonzert im Gartensaal der Würzburger Residenz (16 Uhr). Spezieller Gag dieses Nachmittags: Cornelia Boese hat ein Duett aus Goethes Zauberflöten-Fortsetzung vertont.
Dabei spielt sie auch die berühmte Papageno-Flöte. Die sonst muntere Fünfton-Folge des Vogelfängers klingt dank eines harmonischen Kunstgriffs traurig – doch wie bei ihren Versen geht es auch in der Musik bei Cornelia Boese nicht ohne einen Schuß Ironie: Sie spielt die Flöte „verkehrt“, also von oben nach unten.
Einen Nachteil hat die Geschichte: Das Teekonzert mit Boese und dem Ensemble Spieltrieb ist ausverkauft.

(Ralph Heringlehner)

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