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Zauberhafte Stunden
erlebten die Gäste unseres Benefizkonzerts am 17. November 2006 zu
Gunsten unserer im letzten Jahr gegründeten Stiftung "SOS Familie".
Zum ersten Mal gestalteten der Oberdürrbacher Arzt Dr. med. Clemens
Hofinger
und die Würzburger Künstlerin Cornelia Boese einen gemeinsamen Abend mit
Glasharfenmusik und Texten von Astrid Lindgren.
Der edle Rahmen im Toskanasaal der Residenz, die familiäre Atmosphäre
bei den Ritaschwestern, die Verknüpfung des Gläserspiels mit wunderbarer
Prosadichtung und das Beisammensein von Jung und Alt im Geist der
Fürsorge für Familien, all das trug zum Erfolg des Abends bei. "Dieses
Konzert war ein einzigartiger Genuss, den man nie vergisst", äußerten
sich faszinierte Gäste über den "perfekten Abend".
Schwester Elisabeth Stahl aus dem Stiftungsvorstand freute sich bei der
Begrüßung vor allem über die anwesenden Kin-der. "Wem die Sorge für die
Familien auf die Seele gebunden ist, dem liegen Kinder am Herzen. Wir
wollen unseren Grün-dungsauftrag auch in Zukunft erfüllen, indem wir in
Not geratene Familien nicht allein lassen und für die Erhaltung und
Vermittlung christlicher Werte eintreten", erklärte sie.
Schwester Elisabeths Wunsch an die Gäste im ausverkauften Saal, sich "in
andere Welten entführen zu lassen", erfüllte sich schnell. Clemens
Hofinger entlockte seiner Glasharfe feine, beinahe himmlische Töne in
einer fantastischen Klangfülle. Sein hinbebungsvolles Spiel, das Tanzen
der Hände über die 50 mundgeblasenen Kelche, die kreisenden Bewegungen
auf den Glasrändern und die Vielfalt an Melodien von klassischen Werken
bis zu eigenen Kompositionen faszinierten.
Auch Cornelia Boese verstand es mit ihrer gefühlvollen Lesung aus Astrid
Lindgrens wunderbaren Werken zu bezaubern. Unübertroffen setzte die als
ehemalige Soufleuse bekannte Dichterin ihre Gestik und Mimik ein und
entführte im Geiste in lustige Situationen, traurige Kinderherzen oder
entzückende Phantasien. Höhepunkte des Abends war die musikuntermalte
Lesung "Klingt meine Linde", in der es um die Seele des Baumes und das
Singen der Nachtigall ging. Und geradezu als "I-Tüpfelchen" galt die
Titelmelodie aus den Pippi-Langstrumpf-Filmen als virtuoses Zugabestück
auf der Glasharfe.
Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann lobte in ihrem Grußwort die
Ritaschwestern. "Familien sind in unserer Stadt das Thema Nummer Eins.
Ich freue mich, dass Sie Menschen in Not beistehen, dass es in Würzburg
solche Verfechter für Familien gibt", dankte sie und betrachtete es als
ihr Anliegen, die Stiftung der Ritaschwestern zu unterstützen.
Am Ende des Abends dankte Schwester Rita-Maria Käß für das Interesse der
Gäste und den "dichterisch-musikalischen Kunstgenuss".
Stellvertretend für alle Förderer der Stiftung stellte sie Jonathan und
Jorina Hofinger vor. Die Kinder des Glasharfenspielers hatten mit ihren
jüngeren Geschwistern 55 kg Nüsse gesammelt und mit Hilfe ihrer Mutter
und Großmutter zu Gunsten der Stiftung verkauft.
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