Bücher

Alle Bücher sind im Buchhandel, im Shop der Autorenwelt oder direkt bei der Autorin erhältlich.
(Rabattexemplare für den Buchhandel bitte beim jeweiligen Verlag bestellen.)
In Würzburg gibt es signierte Exemplare in der Akademischen Buchhandlung Knodt, Textorstraße 4.


Mein buntes REGENWALD Wimmelbuch
Welches Tier versteckt sich hier?

Entdeckst du den großen Tiger? Und auf wen warten die kleinen Papageienküken? Was machen die drei kleinen Jaguare?
Dieses nachhaltig produzierte Wimmelbuch nimmt kleine Leser*innen mit auf eine spannende Entdeckungstour in den Regenwäldern unserer Erde. Kunterbunte Tiere verstecken sich zwischen Bäumen, Büschen und Blüten – von der kleinen Ameise bis hin zum großen Elefanten. Im Zusammenspiel mit lustigen Reimen entdecken die Kleinsten auf spielerische Art, wie vielfältig unsere Welt ist. Herrlich bunt illustriert von Diana Kohne.

Oetinger Verlag 2022

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Leseprobe

Wer kommt höher als Giraffen?
Schau, im Baum die kleinen Affen!
Viere schaukeln in den Ästen.
Welches Äffchen kann’s am besten?

Pressestimmen

Blitz-Blank-Reime

Am Mittag vor dem Honignaschen geht Betty Bärchen …
Na, was wohl? Pfoten waschen, natürlich!
Und was putzt Hengst Henry mit der weißen Mähne?
Richtig! Drei Mal täglich seine Zähne.
Dieses herrlich illustrierte Pappbilderbuch bietet großes Reimvergnügen für die Kleinsten und vermittelt spielerisch, wie wichtig Körperhygiene ist.

Magellan Verlag 2022

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Leseprobe

Die Mama säubert Leo Lamm
von Kopf bis Fuß mit einem … Schwamm.

Pressestimmen

Und wenn er nicht gestorben ist,
kann’s sein, dass er sie heut noch küsst
Grimms Märchen in Reimen

Im Märchenreich der Brüder Grimm
ist manches schön und manches schlimm:
Der Frosch trinkt aus dem Silbertässchen,
im Schlossturm schlummert ein Prinzesschen,
vier Tiere geben ein Konzert,
zwei Kinder werden eingesperrt,
der Kater trägt gekaufte Schuhe,
ein Schatz liegt in der Zaubertruhe,
des Mädchens Mund ist rot wie Blut –
am Ende doch wird alles gut!

Die versierte Dichterin Cornelia Boese hat für dieses zauberhafte Buch 14 der bekanntesten Grimmschen Märchen virtuos in gereimte Form gebracht und ihnen so neues, märchenhaftes Leben eingehaucht. In Versen werden die vertrauten Geschichten zu einer fabelhaften und einmaligen Entdeckung für Klein und Groß. Mit traumhaften Illustrationen von Daniela Bunge.

Knesebeck Verlag 2021

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Leseprobe

Ein kleines Mädchen namens Ruth
war stolz auf seinen roten Hut.
Die Oma hatte ihn genäht.
Es trug ihn froh von früh bis spät,
und weil er ihm so prächtig stand,
hat’s jeder „Rotkäppchen“ genannt.“

Pressestimmen

Kinderbuchtipp der Buchhandlung „Ravensbuch“ in Ravensburg:
„Dieses Märchenbuch ist etwas ganz Außergewöhliches und ein echter Schatz …“

SZ, Januar 2022
„Ein Text-Bild-Gesamtkunstwerk, das nicht nur junge Leser entzücken dürfte.“

NDR Mikado, Bücherwurm im Dezember 2021:
„Unbändige Sprachkraft und viel subversiver Witz machen die Wiederbegegnung mit den berühmtesten Grimm’schen Märchen zu einem Riesenspaß. Zusammen mit Daniela Bunges seelenvollen Bildern wird ein Prachtband daraus.“

Thalia Buchhandlung Bielefeld:
„Gereimte Märchen – tolle Idee, die funktioniert“

amazon, Oktober 2021:
„Großartig! Dieses Buch ändert alles …“


Kleider-Reime

Lars Löwe seufzt, ein Knopf ist lose an seiner schönen, neuen …
Na, woran wohl? An seiner Hose, na klar!
Und was verliert Katinka Kuh? Beim Rollerfahren einen Schuh.
Dieses herrlich illustrierte Pappbilderbuch bietet großes Reimvergnügen für die Kleinsten. So macht Anziehen Spaß!

Magellan Verlag 2021

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Leseprobe

Wenn Tiger Tim Gewichte stemmt,
dann trägt er bloß ein … Unterhemd.

Pressestimmen

Wo ist Theatrine?
Die Welt rund um die Bühne

Ausgezeichnet mit dem Lesekompass 2022

„Theatrine“ steht auf dem Paket, das im großen Opernhaus abgegeben werden soll. Hier werden Ballett und Oper und Schauspiel geprobt und aufgeführt. Auf der Suche nach der geheimnisvollen Theatrine kann man entdecken, was hinter den Kulissen alles los ist: Da gibt es Werkstätten, Garderoben, die Kantine, Orchester und Chor und vieles mehr! Nur wo steckt Theatrine? Und was verbirgt sich wohl in dem geheimnisvollen Paket?

Mit fröhlichen Versen und turbulent vergnüglichen Bildern von Dorota Wünsch werden Kinder in die geheimnisvolle Welt des Theaters entführt.
Vorhang auf!

Gerstenberg Verlag  2021

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Leseprobe

Schon morgens früh um neun Uhr dreißig
sind am Theater viele fleißig:
Die Künstler kommen zu den Proben,
es trällert aus den Garderoben,
in jeder Werkstatt wird geschafft.
Der Pförtner schläft, sein Sohn schlürft Saft.
Da bringt die Post ein Eilpaket,
auf dem „FÜR THEATRINE“ steht.
Wer ist das wohl am Opernhaus?
Der Junge denkt: „Ich find’s heraus!“

Pressestimmen

Kinderbuchkiste blogspot:
„Die zauberhaft leichen Reime (…) sind so lustig und harmonisch, dass sie geradezu von allein von den Lippen rollen.“
Kinderbuchkiste : Wo ist Theatrine?

Süddeutsche Zeitung:
„So macht die Entdeckungstour durchs große Haus Spaß und ist so lebendig, wie man die Bühnenwelt gewohnt ist“ ((Yvonne Poppek)
SZ-Rezension

Borromäusverein:
„Sehr reizvoll, sehr interessant, sehr gut!“ (Martina Mattes)
Rezension

Deutschlandfunk-Interview:
Die Welt rund um die Bühne, ein Gespräch mit Dina Netz


Tierärztin Mathilda

Mathilda möchte Ärztin werden
und alle Krankheiten kurieren,
doch nicht die menschlichen Beschwerden,
viel lieber hilft sie kranken Tieren.

Was Tierärztin Mathilda tut,
verrät dies Buch in Reim und Bild.
Bald geht’s den Kranken wieder gut
und alle Tränen sind gestillt.

AKAMEDON  2021

Leseprobe

Das Zebra hat zwei Zebrastreifen
verloren links am Hinterlauf.
Mathilda muss zum Pinsel greifen
und malt ihm neue Streifen auf.

Pressestimmen

Leckerschmeckerreime

Schaf Schorsch verkleidet sich als Schurke und fuchtelt wild mit einer … Na, mit was? Einer Gurke, richtig! Und was gibt Wim Würmchen Riesenkraft? Sonnenklar: ein Tropfen süßer Apfelsaft. Dieses von Ina Hattenhauer herrlich illustrierte Pappbilderbuch bietet großes Reimvergnügen für die Kleinsten. So macht Essen Spaß!

Magellan Verlag 2021

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Pressestimmen

„Lecker-schmecker sind auch die Reime, unschlagbar charmant, Prädikat: besonders köstlich“
Janetts Meinung, 19.1.2021


Der kleinste Mops des Turnvereins
trägt das Trikot mit Nummer 1

Ein verrücktes Tier-Zähl-Buch für Kinder ab 4 Jahren
Die genialen Tierreime von Cornelia Boese laden Kinder und Vorleser zum Schmunzeln und selber Reimen ein. Elsa Klever setzt sie fantasievoll, ausdrucksstark und mit viel Witz in Szene. Ein Augenschmaus, der jedes Mal aufs Neue Spaß macht vom Erfolgs-Duo des Weihnachts-ABCs „Der Fuchs hat seine lieben Nöte beim Halleluja auf der Flöte“.

Thienemann-Esslinger Verlag 2020

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Leseprobe

Der Stier, die Kuh, das kleine Kalb,
das sind zusammen 2 1/2.

Pressestimmen

„Dieses wunderschöne Bilderbuch ist die reine Augenweide! (…) Die Idee ist originell, die Illustrationen überbordend und in Kombination mit den sprachlich intelligenten Reimen ein großer Spaß für alle. Der Funke ist übergesprungen!“
Barbara Blassum, hoppsala


Der Tierigent

Im Stadtpark gibt das Tierorchester ein Konzert. Alle packen ihre Instrumente aus und machen sich bereit zum Musizieren. Zu gerne möchte auch der Spatz mitmachen.
Er bettelt: „Darf ich Geiger sein?“
Der Affe sagt: „Du bist zu klein!“
Farbenfrohe Bilder von Manuela Olten und lustige Reime stellen die Instrumente des Orchesters vor und laden ein zu einem fröhlichen Konzert. Und am Ende findet auch der kleine Spatz seinen Platz.

Gerstenberg Verlag Juni 2019

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Leseprobe

Heut lockt es Katz und Maus ins Grüne:
Im Stadtpark auf der Freilichtbühne
gibt das Orchester ein Konzert.
Schon werden Kästen aufgesperrt,
die Instrumente ausgepackt
und hier und da ertönt ein Takt.
Doch einer findet keinen Platz
am Podium: der kleine Spatz.
Wie gerne will er mit den Tieren
zusammen fröhlich musizieren!

Pressestimmen

„Cornelia Boese schreibt da meisterlich. Sie beachtet sowohl Metrum als auch Endungen so, dass alles sauber ist – und dennoch fließt ihr Text über musizierende Tiere. (…) Ein rundum gelungenes Kinderbuch!“
Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

„Liebevolle Illustrationen und lustige Reime erzählen eine schöne Geschichte vom Miteinander, dem großen Vergnügen, gemeinsam zu musizieren, egal wie unterschiedlich alle sind, und dass jeder seinen Platz findet.“
@quiddjegluecklich



Maria, Josef und das Kind

Beginnend mit der Verkündigung erzählt Cornelia Boese die Geschichte von Jesu Geburt in lebendigen, rhythmischen Versen zum Lesen, Vorlesen, Mitsprechen und Vortragen. Die wunderbaren Bilder der international renommierten Künstlerin Linda Wolfsgruber eröffnen neue Blicke auf die über zweitausend Jahre alte biblische Geschichte, indem sie dort verorten, wo sie entstanden sind.

Gerstenberg Verlag 2018

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Leseprobe

Einst gab der Herrgott den Befehl
an seinen Engel Gabriel,
zum Städtchen Nazareth zu eilen,
um eine Botschaft mitzuteilen.
Der Engel flog vom Paradies
zur Jungfrau, die Maria hieß …

Pressestimmen
https://www.borromaeusverein.de/medienprofile/rezensionen/9783836956215-maria-josef-und-das-kind/

„treffend und liebevoll gereimt“
Christine Schniedermann, www.kimapa.de



Der Fuchs hat seine lieben Nöte
beim Halleluja auf der Flöte
Ein Weihnachts-ABC

Alle Tiere von A bis Z freuen sich auf Weihnachten. Und sie haben alle Pfoten voll zu tun! Der Elefant muss noch schnell ins Einkaufszentrum, der Wolf übt das Weihnachtsliederheulen und die Vögel auf dem Fichtenwipfel knuspern schon Vanillekipferl. Ein herrlich fantasievolles Bilderbuch für die schönste Zeit im Jahr.
Stimmungsvoll illustriert von Elsa Klever.

Thienemann-Esslinger Verlag 2018

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Leseprobe
ABC
Der Adler bringt aus fernen Ländern
Pakete mit Adventskalendern.

Der Biber in der Badewanne
nagt fröhlich an der Nordmanntanne.

Der Cockerspaniel ist am Googeln:
Gibt’s auch in China Christbaumkugeln?

Pressestimmen
„Dieses vorweihnachtliche Weihnachts-ABC macht Furore durch seine ausgesprochen witzigen und gelungenen Reime …“
Hoppsala

„Von A – Z ist das weihnachtsnett, witzig gereimt und toll bebildert.“
Christine Knödler, Eltern

„Witzig, weihnachtlich, kongenial – ein Highlight unter den Weihnachtsbüchern“
Janetts Meinung



Fröhliche Weihnacht überall
Meine 24 schönsten Weihnachtsgeschichten

Bald ist Weihnachten! Otfried Preußler, Katja Reider, Cornelia Boese (3. Dezember) und viele andere bekannte Autoren fangen mit ihren Geschichten den Zauber der Winterzeit ein und verkürzen mit 24 wundervollen Erzählungen das Warten auf den Heiligen Abend.

Esslinger Verlag 2018

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Leseprobe

Einhundert
Weihnachtsplätzchen

Zehn leckre Weihnachtsplätzchen
sollen Mama freu’n!
Da geht zu Haus
der Zucker aus,
da sind es nur noch neun …

Pressestimmen


Komm mit ins Land der Fantasie
Das große Vorlesebuch

Der Bundesweite Vorlesetag ist ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und die Freude und die Begeisterung für Bücher, die das Vorlesen weckt. Seien Sie dabei: mit vielen neuen Freundschafts- und Gutenachtgeschichten-, Lach-, Familien und Tiergeschichten. Kurz: Reisen Sie ins Land der Fantasie. Mit Geschichten von Paul Maar, Martin Baltscheit, Cornelia Funke, Sabine Ludwig Kirsten Boie, Antonia Michaelis Andrea Schütze, Otfried Preußler und vielen, vielen mehr.

Wunderschön ausgestatteter Vorleseband mit neuen Geschichten bekannter und beliebter Autoren sowie humorvollen Gedichten von Cornelia Boese für Kinder ab vier Jahren.

Ellermann Verlag / Die Zeit 2018

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Leseprobe

Familiengeschichten

Der Honig tropft, mein Bruder kleckert.
Die Mama fragt, wer Müsli mag.
Ich gähne laut, der Papa meckert.
Wir starten fröhlich in den Tag.

Pressestimmen


Mein tierisches ABC

mit tierisch lustigen Reimen, fröhlichen Illustrationen und Sachspielen zu jedem Buchstaben das ABC entdecken!
Wo die Ameise Apfelsaft trinkt, das Nashorn Nelken gießt und der Kater Kakao kocht, ist jede Menge ABC-Spaß drin.
Witzige Bilder mit lustigen Versen für Kinder ab 5 Jahren.

Thienemann-Esslinger Verlag 2018

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Leseprobe
ABC
Die Ameise auf Wanderschaft
trinkt abends acht Glas Apfelsaft.

Das Bärenkind bekommt Besuch
vom Bienchen aus dem Bilderbuch.

Der Collie mit dem coolen Gips
liegt auf der Couch und futtert Chips.

Pressestimmen
Spielerisch die Welt der Buchstaben entdecken
Ein Mitmachbuch für Klein und Groß

Ein wunderschönes, sehr kreatives Bilderbuch haben sich Ina Clement und Cornelia Boese für die kleinen Lesefans ausgedacht. So fröhlich, witzig und bunt wie das Cover ist jede Seite im Buch. Inspiration pur. Ein Spaß für die ganze Familie.
(Kinderbuchkiste)



Mein allerbestes ABC

Von der Amsel bis zur Zitronentorte: Selten hat das Alphabet so viel Spaß gemacht. Witzige und originelle Verse der Autorin Cornelia Boese treffen auf Bilder von über 20 der bekanntesten deutschen Illustratoren.
Eine kunterbunte Buchstabenreise für kleine Leseanfänger!

mit Illustrationen von Anne Baier, Jutta Bauer, Rotraut Susanne Berner, Larissa Bertanesco, Franziska Biermann, Judith Drews, Susanne Göhlich, Flix, Constanze Guhr, Ina Hattenhauer, Doro Huber, Regina Kehn, Ole Könneke, Franziska Ludwig, Sophia Martineck, Kerstin Meyer, Bernd Mölck-Tassel, Jörg Mühle, Barbara Nascimbeni, Franziska Neubert, Moni Port, Axel Scheffler, Marei Schweitzer, Katja Spitzer, Britta Teckentrup, Karsten Teich, Philip Waechter, Franziska Walther, Nina Wehrle, Claudia Weikert und Sabine Wilharm

Hardcover, 48 Seiten,  gebunden, farbig illustriert
Aladin Verlag, Hamburg 2017
ISBN 978-3-8489-0137-1
14,95 Euro

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Leseprobe
ABC
Die Amsel hat die Qual der Wahl:
Als Freund der Affe oder Aal?

Ein Baum hat je nach Art und Wetter
mal bunte Kugeln oder Blätter.

Der Cowboy wäre manchmal froh,
sein Pferdchen wär ein Cabrio.

Pressestimmen
Buchtipp September 2017 von der STUBE und dem Österreichischen Bibliothekswerk

Mit dem Schulstart beginnt für viele Erstklässler die intensive Auseinandersetzung mit der komplexen Welt des Alphabets – dieses quadratische Buch ist dabei ein genialer Begleiter, weil es neben dem lustvollen Spiel mit Buchstaben auch noch eine Schule des Sehens mitliefert.
(Karin Wexberg, STUBE)


Kann das Erlernen des Alphabets lustig sein? Oh ja, das kann es. Zumindest wenn man dieses Bilderbuch in den Händen hält. Die Autorin spielt mit Worten, setzt sie zu komischen Sätzen zusammen, die sich zudem auch reimen. Hier ist nicht nur Lesevergnügen garantiert, sondern auch viele Lacher.
(Janett Cernohuby, Oktober 2017)


Die perfekte Ergänzung zum Leselernstart liefert diese außergewöhnlich individuelle ABC-Tour! Über dreißig bekannte Künstler illustrierten farbenfroh in ihren ganz unverkennbaren und individuellen Mal-Stilen die 26 Buchstaben unseres Alphabets. Cornelia Boese präsentiert uns diese mit entzückenden, neuen und witzigen Versen, die Kinder gerne hören und zum Wiederholen animieren.
(Buch.Zeit, Lese- & Medientipps)



Noah und die große Flut

Die Sintflut
mit Illustrationen von Annemarie van Haeringen

Gerstenberg Verlag  2017

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Die Menschheit tat der Welt nicht gut,
da schickte Gott die große Flut.
Doch Noah baute in der Not
für Mensch und Tier ein Rettungsboot
und eilends ging von jeder Art
ein Pärchen auf die große Fahrt …

NZZ-Rezension



Am Anfang schuf der Herr die Welt,
die Erde und das Himmelszelt

(vergriffen – Restexemplare bei der Autorin erhältlich)

Die Schöpfung
mit Pastellzeichnungen von Angelika Habelt
32 Seiten, gebunden
Buchverlag Peter Hellmund, Würzburg 2014
ISBN 978-3-939103-53-0
12,00 Euro

Leseprobe
Am Anfang schuf der Herr die Welt,
die Erde und das Himmelszelt.
Da musste viel geschaffen werden:
Es war noch wüst und leer auf Erden,
und nichts hat auf der Welt gelebt,
doch Gottes Geist ist drauf geschwebt.

Nur Dunkel gab’s, das Helle nicht,
drum sagte Gott: „Es werde Licht!“
Und als es strahlte, hell und klar,
da sah der Herr, wie gut es war.

(Cornelia Boese, Auszug aus „Die Schöpfung“ in Versen, 2014)

Lobende Worte
KNODTS BESTE BÜCHER JANUAR 2015:

Cornelia Boese, Die Schöpfung, Buchverlag Peter Hellmund, 12€

„Am Anfang schuf der Herr die Welt,
die Erde und das Himmelszelt“

Auf gewohnt charmante Weise reimt sich Cornelia Boese in ihrem neuen Buch durch den Bibeltext der Schöpfungsgeschichte.
Die in zauberhaften Farben gehaltenen Pastellzeichnungen steuerte, wie schon im Vorgängerbuch „Die Weihnachtsgeschichte“, Angelika Habelt bei.
Auf Wunsch halten wir auch von der Autorin signierte Exemplare des Buches für Sie bereit.

Akademische Buchhandlung Knodt
Textorstr. 4, 97070 Würzburg, Tel: 0931-52672
www.knodt.de


Mit einem Hilferuf beginnt’s

(vergriffen – Restexemplare bei der Autorin erhältlich)

Mozart-Opernführer
mit Zeichnungen von Victoria Bomann-Larsen
152 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen
Buchverlag Peter Hellmund, Würzburg 2013
ISBN 978-3-939103-43-1
20,00 Euro

Wer liebt hier wen? Wer stirbt warum?
Dies fragt sich oft das Publikum,
das freudig in die Oper geht,
doch das Libretto nicht versteht.
So liest man, klingt es auch vertrackt,
im Schnelldurchlauf vor jedem Akt,
was die Zusammenfassung spricht.
Umsonst – im Saal erlischt das Licht.
Begriffen hat man’s aber nicht.

Inhalt
Mozart-Opernführer

Apollo und Hyazinth
Bastien und Bastienne
Die verstellte Einfalt
Mithridates, König von Pontus
Lucius Sulla
Die Gärtnerin aus Liebe
Idomeneo
Die Entführung aus dem Serail
Der Schauspieldirektor
Die Hochzeit des Figaro
Don Giovanni
Cosi fan tutte
Titus
Die Zauberflöte

Leseprobe
Die Zauberflöte

Mit einem Hilferuf beginnt’s:
Tamino, ein verirrter Prinz,
ist auf der Flucht vor einer Schlange.
Das Tier verfolgt den Mann so lange,
bis der erschöpfte junge Held
vor Todesangst in Ohnmacht fällt.
Doch wird das schauerliche Biest,
bevor es sich zum Biss entschließt,
von Silberpfeilen aufgespießt.

Die, welche ihm zur Hilfe kamen,
sind drei geheimnisvolle Damen.
Sie tragen alle Speer und Schleier,
und jede aus dem Damen-Dreier
ist sehr erpicht, den edlen Knaben
für sich allein zum Freund zu haben.
Weil keine ihn bekommen kann,
verlassen sie den schönen Mann
und künden ihn der Fürstin an.

Der Prinz erwacht, kaum sind sie weg,
und findet sich zu seinem Schreck
im Gras, die Boa gleich daneben.
Doch sie ist tot, und er am Leben.
Dies Wunder kann er nicht begreifen.
Da hört der Prinz ein Flötchen pfeifen:
Fünf Töne klingen hoch und hell,
mit Federschmuck am Wams aus Fell
naht nun ein seltsamer Gesell.

(…)

Pressestimmen
Main-Post, 8.6.2013

Cornelia Boeses gereimter Mozart

Nannte er sie „geschnittene Nudeln“? Oder doch „gedrehte Knödel“? Wie war das noch mal mit der Treue der Damen Dorabella und Fiordiligi? Und wer ist am Ende nicht mit Figaro verwandt? Die Rede ist von Wolfgang Amadeus Mozart, seinen Opern und einem Quiz, mit dem Cornelia Boese die Besucher im Foyer des Würzburger Mainfranken Theaters bei der Präsentation ihres neuen Buches überraschte. (mehr in der Main-Post)

Cornelia Boese: Mit einem Hilferuf beginnt’s.
Verlag Peter Hellmund, 152 Seiten, 20 Euro

(Ursula Düring)

Lyrisches Lob
„Hab der Boese Buch gelesen,
und mir scheint, das große Wesen
wird zu Recht darum gemacht.
Hab geschmunzelt, hab gelacht
und die große Kunst bewundert,
wie man dreißig, vierzig, hundert
komplizierte Handlungsstränge
ohne jede Überlänge
raffiniert in Reime kleidet.
Dieses habe ich beneidet.“

(Xaver Frühbeis, Moderator der „Mittagsmusik“, BR Klassik)



Paul, der Pilz

(vergriffen – Restexemplare bei der Autorin erhältlich)

Bilderbuch mit Zeichnungen von Stefanie Witzel
und Versen von Cornelia Boese
32 Seiten
Buchverlag Peter Hellmund, Würzburg 2011
ISBN 978-3-939103-31-8
10,00 Euro

Paul dachte: „Wenn ich fliegen lern,
dann hat mich sicher jeder gern,
und so bekommt mein Leben Sinn,
weil ich dann was Besondres bin!“

Leseprobe
Es war einmal ein Pilz im Wald,
der sich in Farbe und Gestalt
von allen andren unterschied,
weshalb ihn jeder ängstlich mied.
Sein Kopf war weiß getupft auf rot,
und wer dran knabberte, war tot.
Er wurde „Fliegenpilz“ genannt,
denn es war überall bekannt,
dass er Insekten gar vertrieb.
Er seufzte: „Keiner hat mich lieb!“

So stand er traurig unterm Baum
und hatte einen kühnen Traum.
Er wollte nie mehr Unheil stiften,
kein Tier vergraulen, keins vergiften,
und dachte: „Wenn ich fliegen lern,
dann hat mich sicher jeder gern,
und so bekommt mein Leben Sinn,
weil ich dann was Besondres bin!
Wie aber soll das möglich sein?
Ich steh hier fest auf einem Bein!“


Leserstimmen
„Meine Tochter (3 Jahre) liebt „Paul der Pilz“. Die Geschichte vom kleinen Pilz, der sich mit der Schnecke Charlotte aufmacht, um fliegen zu lernen, ist sehr liebevoll erzählt. Paul trifft auf seiner Reise durch den Wald zahlreiche Tiere, von welchen er sich erfolglos Tipps zum fliegen lernen erhofft, um ganz am Ende seine glückliche Bestimmung zu finden.
Der Text ist in Gedichtform geschrieben, was mir sehr viel Spaß macht, dass Buch vorzulesen, zudem finde ich es prima, Kinder schon im frühen Alter mit längeren Reimen in Kontakt zu bringen.
Die Bilder sind ganz toll gezeichnet, sehr liebe- und fantasievoll. Der Einband des Buches ist auch sehr hübsch, ganz in rot mit weißen Punkten – Fliegenpilz eben.
Ein wunderschönes Gute-Nacht-Buch, nicht zu lang, nicht zu kurz, nicht zu aufregend, und mit einem sehr glücklichen Ende.“
(M. Dressler, Stuttgart, amazon, 11.5.2012)


„Das Buch ist in schönen Versen geschrieben und dazu sehr niedlich illustriert. Es ist ein tolles vorlese Buch und kurz genug, dass kleine Kinder es bis zu Ende anhören können ohne das Interesse zu verlieren. Ich lese es schon meiner 6 Monate alten Tochter vor, sie versteht es zwar noch nicht aber liebt es. Ich bin begeistert vom kleinen Pilz Paul und der Schnecke Charlotte.“
(Juliane, amazon, 21.7.2012)



Ich Glückspilz! rief vergnügt der Hans
und trennte sich von seiner Gans

(vergriffen – Restexemplare bei der Autorin erhältlich)

Grimms Märchen in Gedichten
Mit Illustrationen von Gerhard Hainlein
180 Seiten, Fadenheftung, Schutzumschlag
Buchverlag Peter Hellmund, Würzburg 2010
ISBN 978-3-939103-24-0
24,00 Euro

Es war einmal … Wie ging’s doch gleich?
Wer erbt das ganze Königreich?
Wo wohnt die Knusperhex im Märchen?
Was rettet das Geschwisterpärchen?
Welch guter Dinge dreie sind’s,
und warum ist der Frosch ein Prinz,
der hofft, dass Liebe ihn erlöse?
Als Antwort hat Cornelia Boese
den schönsten Brüder-Grimm-Geschichten
im Stil von heiteren Gedichten
in Versen neue Form gegeben:
Ein Flaschengeist erwacht zum Leben,
in der verwunsch’nen Zauberwelt
beweist ein Winzling sich als Held,
ein Esel sucht ein bess’res Heim –
doch stets im Rhythmus und im Reim.
In dem von Gerhard Hainleins Hand
bezaubernd illustrierten Band
wird nicht nur Hans ein Glückspilz sein,
auch jeder Leser, groß und klein!

Leseprobe
Die Bremer Stadtmusikanten

Ein Esel hatte Huckepack
Getreide- um Getreidesack
zur Mühle, ohne je zu klagen,
sein Eselleben lang getragen.
Als er nun in die Jahre kam,
da ward er seinem Herrn zu lahm,
und der missgönnte es dem Grauen,
sein Gnadenbrot bei ihm zu kauen.

Doch eh der Mann den Schlachter rief,
begriff der Esel instinktiv:
Es wehte hier kein guter Wind!
Und so beschloss er: „Ich verschwind!
Bin zwar ein bisschen altersschwach,
weiß aber bestens, was ich mach:
Ich fliege Henkersbeil und Land
und werd in Bremen Musikant!“
Er liebte sehr das Lautenspiel,
und sicher, dachte er, gefiel
der städtischen Kapelle da
ein richtig rassiges „I-A“.

So trabte er von dannen und
stieß kurz darauf auf einen Hund,
der hechelte aus vollem Hals
und schaute aus der Wäsche, als
ob er komplett am Ende wär.
„Was jappst und schnaufst denn du so schwer?“,
erkundigte der Esel sich.
Der Rüde jaulte jämmerlich:
„Ich bin zu alt und schwach zum Jagen,
drum will mein Herrchen mich erschlagen.
Da habe ich Reißaus genommen!
Wie soll ich nun zu Knochen kommen?“

Der Esel sprach: „Lass dich in Bremen
wie ich als Musikus annehmen!
Du bist bestimmt noch ein agiler
und schlagkräftiger Paukenspieler.“
Worauf der Hund begeistert bellte
und sich zum Eselchen gesellte.

So gingen sie gemeinsam weiter,
der Grauschimmel und sein Begleiter.
Bald trafen sie auf eine Katze
am Wegesrand, die zog ’ne Fratze
wie dreißig Tage Regenwetter.
„Was guckst du nicht ein bisschen netter?“,
ließ sich der Esel an zu fragen.
Sie sprach: „Mir geht es an den Kragen,
weil ich nicht mehr die Jüngste bin.
Sitz hinterm Ofen, schnurr und spinn,
geh nicht auf Mäusejagd, nein, gähne,
bekomm allmählich stumpfe Zähne.
Ersäufen wollte mich mein Frauchen!
Wo soll ich hin? Sag du’s mir, Grauchen!“

Der Esel wusste Rat fürs Kätzchen.
„Komm mit nach Bremen, Schnurreschätzchen,
du kannst miau im Mondschein singen
und dich als Musikant verdingen!“
Die Katze maunzte: „Ich geh mit!“,
und somit waren sie zu dritt.

Nun kamen die besagten drei
an einem Bauernhof vorbei,
da saß der Haushahn auf dem Tor
und schrie im tönendsten Tenor.
„Was hast du?“, rief das Eselein.
„Du krähst uns ja durch Mark und Bein!“
„Da hab ich bis zur Heiserkeit
der Frau gut Wetter prophezeit,
damit sie immer wusste, wann
sie weiße Hemdchen waschen kann,
und dennoch kennt sie kein Erbarmen“,
verriet der Hahn. „Sie steckt mich Armen
am Sonntag in den Suppentopf!“
„Geh mit uns fort, du roter Schopf!“,
empfahl der Esel auch dem Hahn.
„Du hast ein kräftiges Organ.
In Bremens Stadtkapelle fehlt
gewiss ein Kerl, der hübsch krakeelt!“

Der Hahn, dem nicht nach Sterben war,
fand diesen Vorschlag wunderbar.
So war das lustige Quartett
der Musikanten nun komplett.

(…)

Pressestimmen
amazon, 15. Mai 2013

Sensationell

Sensationell wie nah sich die Reime an die Originaltexten halten. Wunderbar zu lesen und absolut zum Weiterempfehlen!!! Eine tolle Geschenkidee.

(Mathona)


amazon, Dezember 2010

Märchenhaft

Dieses Buch ist nicht nur etwas ganz Besonderes, es ist etwas Außergewöhnliches. Cornelia Boese formuliert Grimm’s Märchen mit einer Leichtigkeit, Witz und Humor und verliert dennoch nie den Bezug zu deren Ursprung. Fängt man einmal darin an zu lesen, dann kann man gar nicht mehr aufhören und Kindermärchen werden zur alters- und zeitlosen Lektüre.
Die Auswahl der Märchen ist hervorragend getroffen, aber eigentlich nebensächlich. Ob es nun eines der bekannten oder ein weniger bekanntes Märchen ist, alle sind in stilsicherer und feiner Form sprachlich kunstvoll transformiert.
Diese Märchensammlung beweist, dass diese Kunstgattung keinesfalls verstaubt ist und auf diese, andere Weise neuen Glanz bekommt. Man kann nur wünschen, dass dieses Buch viele, viele Freunde findet. Darüber hinaus ist die Reimform auch für Kinder eine hervorragende Art, sich mit Märchen anzufreunden, auch und gerade im ansonsten immer digitaleren Zeitalter.
Ich hoffe auf eine Fortsetzung, vielleicht Andersen oder 1001 Nacht? Aber auch bei den Gebrüdern Grimm gibt es noch einen reichhaltigen Fundus.

(Klaus Oestreicher, Worcester, UK)


Kulturmagazin Leporello, Dezember 2010

Märchenreise

Auf eine poetische Reise in die verwunschene und geheimnisvolle Welt der Gebrüder Grimm nimmt die Würzburger Autorin und frühere Souffleuse am Mainfranken Theater Würzburg, Cornelia Boese, ihre Leser in ihrem neuen Buch mit. (…)
Der stattliche, kräftig grün leuchtende Band lässt Erinnerungen wach werden an Märchenstunden in kalten Wintertagen, an spannende, lustige und lehrreiche Begebenheiten, die Groß und Klein Freude und Kurzweil schenken. (…)
(sek)

Leselust-Empfehlung



Von Meisterhand und Künstlerpech

(vergriffen – Restexemplare bei der Autorin erhältlich)

Ein poetischer Rundgang durch das Mainfränkische Museum Würzburg
Mit Illustrationen von Gerhard Hainlein
90 Seiten, gebunden
Buchverlag Peter Hellmund, Würzburg 2007
ISBN 978-3-939103-08-0
12,00 Euro

„Cornelia Boese lädt uns im vorliegenden Gedichtband zu einem poetischen Rundgang durch das Mainfränkische Museum ein. Sie erzählt uns zwölf Geschichten über hier ausgestellte Kunstwerke. Das Spektrum reicht von der Festung über den Kultwagen aus Acholshausen, den heiligen Kilian, bis hin zu Arbeiten von Giovanni Battista Tiepolo, Tilman Riemenschneider und Ferdinand Tietz. Auch Besonderheiten wie die Bozzetti-Sammlung oder das Würzburger Porzellan dürfen nicht fehlen, und schließlich kommen auch noch Kuriositäten des Hauses wie die Lügensteine oder die historischen Bocksbeutel zu Wort. Dabei sind alle Geschichten sorgfältig recherchiert und auf dem neuesten Wissensstand dargeboten. Die humoristischen, liebevoll ins Versmaß gebrachten Zeilen zeugen davon, dass Cornelia Boese eine Verehrerin des Mainfränkischen Museums ist und sich seinen Objekten mit aller Leidenschaft gewidmet hat. Entstanden ist ein Buch der besonderen Art:
Es ist Museumsführer und Gedichtband zugleich, und in dieser Kombination einzigartig.“
(Auszug aus dem Vorwort der Museumsleiterin Dr. Claudia Lichte)

Leseprobe
Sankt Kilian, Würzburgs Schutzpatron

Seit dreizehnhundert Jahren schon
wird hier ein frommer Ordensmann
aus Irland namens Kilian
als erster Heiliger verehrt.
Als Statue mit gold’nem Schwert
heut auf der Brücke stationiert
und tausendfach fotographiert,
fehlt er in keinem Würzburg-Buch,
obwohl sein hiesiger Besuch
ein böses Ende für ihn nahm:

Sechshundertsechsundachtzig kam
der Wandermönch in uns’re Stadt,
mit den Gefährten Kolonat
und Totnan, und die strengen Iren
begannen hier zu missionieren.
Die Franken war’n noch halbe Heiden,
sie dienten vorsichtshalber beiden
der Religionen – alt und neu,
war’n den Germanen-Göttern treu
und beteten zur gleichen Zeit
zur christlichen Dreifaltigkeit.

In Sachen Heirat herrschte auch
im Frankenland ein alter Brauch,
der gegen Kirchenrecht verstieß:
Die „Schwagerehe“, und das hieß,
wenn eines Mannes Bruder starb,
er dessen Hab und Gut erwarb,
was auch für Frau und Kinder galt,
damit für deren Unterhalt
gesorgt war und was wert und lieb,
Besitztum der Familie blieb.

Doch nach der reinen Christenlehre
war diese Lebensform als schwere
Moralverfehlung nicht erlaubt.
Auch Gozbert, Würzburgs Oberhaupt,
war mit der Schwägerin liiert,
und das hat Kilian kritisiert.
Zwecks kirchlicher Konfliktvermeidung
empfahl er Gozbert schnellste Scheidung.

Der Herzog zögerte wohl noch,
Gailana, seine Frau jedoch,
die alles zu verlieren hatte,
ließ jene drei, kaum war ihr Gatte
in einen Krieg gerufen worden,
von Koch und Kastellan ermorden.
Die Leichname, auch Kilians Kelch,
hat man, um zu vertuschen, welch
Verbrechen hier begangen ward,
in einem Pferdestall verscharrt
und Herzog Gozbert vorgelogen,
die Mönche seien fortgezogen.
Was wirklich mit den Missionaren
passiert ist, hat er nie erfahren.
Gailana aber, wie es heißt,
befiel darauf ein böser Geist,
so daß sie schon nach kurzer Frist
vor Gram und Qual gestorben ist.
Die Mörder haben sich am Ende
selbst umgebracht, sagt die Legende.

Die Wahrheit über Tat und Täter
trat dreiundsechzig Jahre später
zu Tage, als am Tatort Pferde
durch Hufescharren in der Erde
den Weg zum Grab der Iren wiesen.
So ist das große Blutvergießen
im Nachhinein ans Licht gekommen.
Der Bischof Burkard hat die Frommen
posthum zu Märtyrern gemacht
und zum Marienberg gebracht,
wo seine Bischofskirche lag.
Seitdem wird dieser heil’ge Tag,
der achte Juli, hierzuland
„Kiliani“ ihm zur Ehr genannt.

Am Ort der Kilians-Passion
erbaute man den ersten Dom
und führte den Reliquienschatz
zurück an seinen Ursprungsplatz.
Zu dieser Translation des Schreins
zur Stadt und Südseite des Mains,
wo heute das Neumünster ist,
kam jeder gottesfürcht’ge Christ,
es gab selbst kaiserlichen Segen,
denn Karl der Große war zugegen.

Die Stätte vom Drei-Mönche-Mord
wurd‘ ein berühmter Wallfahrtsort,
ein Ort voll wundersamer Kraft,
der Kranken Besserung verschafft,
der Trost in bittren Zeiten spendet
und Kreuz und Leid zum Guten wendet.
Heut ehrt man Würzburgs Schutzpatron
mit Gottesdienst und Prozession,
man feiert das Kiliani-Fest
mit Böllerschuß und Bier und läßt
die Straßenbahnen Fähnchen tragen:
Um Kilian Lob und Dank zu sagen.

Pressestimmen
Main-Post Würzburg, 19. Mai 2007

Boese Verse aus dem Museum

Cornelia Boese, die dichtende Ex-Souffleuse, hat einen neuen kleinen Gedichtband vorgelegt: „Von Meisterhand und Künstlerpech“ heißt er, „ein poetischer Rundgang durch das Mainfränkische Museum“ ist er. Boese führt ihre Leserschaft durch zwölf Hallen und Säle des Museums, beschreibt Objekte, erzählt Geschichten und erklärt Geschichte. Und alles, was sie aufgeschrieben hat, sei „sorgfältig recherchiert und auf dem neuesten Wissensstand dargeboten“, sagt Claudia Lichte, die Museumsleiterin.
(…)

(Wolf)



Boese Träume

(vergriffen – Restexemplare bei der Autorin erhältlich)

mit 19 ganzseitigen Radierungen von Dorette Riedel
93 Seiten, gebunden
Buchverlag Peter Hellmund, Würzburg 2005
ISBN 3-9808253-7-X
12,00 Euro

Um prüfungspanische Pennäler
und Riemenschneiders Rechenfehler,
um Harry Potter in Gemünden,
Herrn Ingo Klünders Gastspielsünden
und Wagners Würzburg-Blitzbesuch
geht’s in dem neuen Boesen Buch,
das neunzehn Menschen dieser Stadt
als Hauptpersonen intus hat:
Die Frau OB, der Intendant,
bis hin zum Mann vom Bratwurststand
erzählen hier verschiednerlei
Berufsgeschichten – eines sei
doch wahrheitshalber eingeräumt:
Sie haben alles nur geträumt…!

Leseprobe
Boeser Traum

Ich hatte einmal einen Traum:
Ich sitz genervt im Probenraum
und langeweil mich wie ein Lurch,
da kommt ein Anruf für mich durch.
Am Telefon ist Ulrich Wickert.
Es sei nach Hamburg durchgesickert,
sagt er, (ich schweig mucksmäuschenstill),
ich sei ein Fan von Anne Will.
„Würd es Sie nicht mal int´ressieren,
die Tagesthemen zu soufflieren?“
fragt mich der große Medienherr,
und schwups bin ich beim NDR.

Ich irre durch ein Labyrinth
hellblauer Flure und befind
mich plötzlich lampenlichterloh
im Tagesthemen-Studio.
Die Sendung läuft schon längst und live,
ich schwitz und fühl mich urlaubsreif…
Als „Vorsicht-Kamera“-Versteck
such ich nervös ein dunkles Eck
und überlege angestrengt:
„Wie krieg ich mit, wann Anne hängt?!?“

Die Fernsehfee spricht wie gedruckt,
liest flüssig, fehlerfrei und zuckt,
so argusäugig ich auch schaue,
nur mit der linken Augenbraue.
Auf einmal unterbricht sie sich
und richtet ihren Blick auf mich…
Mein Herz schlägt einen Purzelbaum,
ich wünsch, das wär nur ´n boeser Traum
und blättre wild in meinem Text,
will helfen, doch ´s ist wie verhext,
das Manuskript, merk ich voll Schreck,
ist´s Kochbuch von Herrn Bioleck…!

Ich kriege keinen Ton heraus
und möchte schnurstracksschnell nach Haus.
Herr Wickert hilft mir aus der Patsche:
Es stört, wenn ich dazwischenquatsche,
meint er, Soufflier´n macht zu viel Krach!
Er bringt mich raus, und ich erwach
und denk, das hab ich schön versiebt…
Gut, daß es Teleprompter gibt!

Pressestimmen
Main-Post Würzburg, 05.11.2005

Cornelia Boese und der Alptraum des Ingo Klünder
Gedichtband über Würzburger Promis

Wenn Ingo Klünder von einem Alptraum gequält wird, sieht das so aus: Der Schauspieler findet sich auf einer Bühne wieder – an sich nichts Besonderes für den erfahrenen Mimen. Aber es ist nicht, wie gewohnt, die Bühne des Mainfranken Theaters. Klünder findet sich auf der Bühne der Arena von Verona wieder. (…)

„Boese Träume – Alptraumgeschichten von stadtbekannten Würzburgern“.
Mit Radierungen von Dorette Riedel. 96 Seiten, gebunden.
Verlag Peter Hellmund, Würzburg, 12 Euro.

(Ralph Heringlehner)



Von Räubern, Feen und großen Geistern

(vergriffen – Restexemplare bei der Autorin erhältlich)

Würzburger Künstlergeschichten
Mit 12 Zeichnungen von Bärbel Taylor
100 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen
Buchverlag Peter Hellmund, Würzburg 2004
ISBN 3-9808253-3-7
12,00 Euro

Für Verse-Fans ein Grund zum Freuen:
In diesem amüsanten neuen
Gedichtband von Cornelia Boese,
der jungen, namhaften Souffleuse
aus Würzburg werden Anekdoten
hier weil´nder Künstler dargeboten.
Schon Goethe, der dem Frankenwein
verfiel, warf Kuchen in den Main,
und Mozart, Wolfgang Amadé,
trank einst in dieser Stadt Kaffee …

Leseprobe
Das Kaffee-Zitat

Im Jahre siebzehnhundertneunzig
begab ein Komponist plus Freund sich
auf eine Reise, seine letzte
und zu dem Zwecke angesetzte,
um Kaiser Leopold, den Zweiten,
zu seiner Krönung zu begleiten.
Besagter via Kutschverkehr
passier’nder Überwinder der
Wien-Frankfurt-und-retour-Distanz
war Mozart (und sein Schwager Franz).

Er tat die Fahrt auf eig’ne Kosten:
Der Hofkapellmaestroposten
war in Salieris festen Händen,
mehr Reisegelder zu verschwenden
sah Kaiser Leopolds Etat
nicht vor für Künstler wie den k.
und k.’schen Kammerkomponist,
der Amadé gewesen ist.

Weshalb der arme Virtuose
sein Silber von der Zuckerdose
bis zum Besteck zum Pfandhaus trug,
damit er finanziell genug
gerüstet war, das Unternehmen
in einem eigenen, bequemen,
doch teuren Wagen zu erleben.

„Ich möchte ihm ein Busserl geben!“
schreibt Mozart heim an Frau Constanze
und schwärmt davon, daß er die ganze
Entfernung bis nach Sachsenhausen
(trotz eingelegter Ruhepausen)
bewältigt hat in knapp sechs Tagen.

„Wir stärkten uns’ren teuren Magen
zu Würzburg“ heißt es „mit Kaffee“,
das, meinte Wolfgang Amadé,
sei eine „schöne, prächt’ge Stadt“.
Nürnberg, wo er gefrühstückt hat,
sei häßlich, und Aschaffenburg
fiel wegen schlechter Zehrung durch.

Obwohl in Frankfurt zu den Zeiten
der Kaiserkrönungsfestlichkeiten
das kulturelle Angebot
spektakulär war und dort Rot-
und Weißwein aus den Brunnen flossen,
hat Mozart all das nicht genossen,
denn in Bezug auf einen Job
entpuppte sich der Trip als Flop.

Am Ende hatte Mozart Schulden
in Höhe von fünfhundert Gulden –
doch dementsprechend viel Karat
hat’s Würzburger Kaffee-Zitat!

Pressestimmen
Main-Post Würzburg, 16. 04. 2004

Die Geschichte vom Mann, der Heilige haut

Sie saß in Souffleusenkästen von Innsbruck bis Stockholm – aber Cornelia Boeses Liebe gilt der Domstadt. Nun hat sie ihre ganz persönliche Hommage an Würzburg verfasst, mit vielen Künstlergeschichten. (…)
Die Würzburger Künstlergeschichten – denn von Walther von der Vogelweide bis zu Emy Roeder finden sie ihren Platz in diesem dritten Bändchen aus ihrer Feder – sind eine ganz persönliche Hommage an Würzburg.
(Ursula Düring)


Leporello, April 2004

Heitere Lehrstunde

„Für Leute mit Lyrik-Intresse
sei Würzburg, so meint Hermann Hesse,
der richtige Ort.
Ich nehm ihn beim Wort
und nutz die gepries’ne Adresse.“

Dieser Limerick sagt alles. Er stammt aus der Feder von Cornelia Boese, der Würzburger Opernsouffleuse. Mit ihrem gerade im Würzburger Buchverlag Peter Hellmund erschienenen Gedichtband „Von Räubern, Feen und großen Geistern“ legt sie eine vergnügliche Lehrstunde zu Würzburg und den schönen Künsten vor. Eine Hommage an all die Großen, die in Würzburg lebten, arbeiteten oder im Vorbeikutschieren ein Tässchen Kaffee tranken. (…)
(Ursula Maria Martin)



Gaulimauli

(vergriffen – Restexemplare bei der Autorin erhältlich)

Eine vergnügliche Reim-Reise mit und zu Mozart
Mit 23 Scherenschnitten von Sara Buschkühl
100 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen
Buchverlag Peter Hellmund, Würzburg 2003
ISBN 3-9808253-1-0, 12,00 Euro

Zum Mozartfest Würzburg verfaßte Cornelia Boese allerhand Hintergründiges und Hintersinniges über das Salzburger Genie:
In flotter Versform erfahren Sie Witziges über Mozarts Aussehen, sein Verhältnis zu Frauen, seine Neckereien mit Musiker-Kollegen, seinen Vogel, seine Tanzwut, seine Reisen und nicht zuletzt seine Spottlust, die auch den rätselhaften Titel der Gedichtsammlung „Gaulimauli“ – ein Zitat aus dem Kanon KV 232 – hervorbrachte.

Leseprobe
Sängerstar

Es ist ein Fakt und kein Gemogel:
Der Mozart hatte einen Vogel!
Der urkundlich Erwähnte war
ein kleiner, talentierter Star.

„Jetzt werd‘ ich Farinelli…!“ dacht‘ sich
der Piepmatz siebzehnvierundachtzig,
als Mozart ihn zum Freund erwarb,
und der drei Jahre, bis er starb,
bei seinem A und O logierte
und eifrig den Gesang studierte.

Tatsächlich konnt‘ das kluge Tier
das Rondothema des Klavier-
konzerts in G-Dur lauthals pfeifen
und sich dabei auch nicht verkneifen,
den großen Wolfgang Amadé
zu foppen (er pfiff „gis“ statt „g“,
und eh‘ das Phrasenende nahte,
verharrte er auf ’ner Fermate …)

Zu dieser Story interviewt
(ob sie auf Tatsachen beruht)
bestätigen Ornithologen,
daß Stare, mit Geschick erzogen,
verblüffend musikalisch sei’n.
So stellte Mozart einen Stein
mit selbstverfaßter Poesie
aufs Grab von Mister Tirili
und schrieb darauf in Miniatur
’nen Zweiundzwanzigzeiler zur
Erinn’rung an den Sängerstar,
in dem er darum bat, ein paar
der Tränchen um den Schalk zu weinen.

Als Nachfolger erstand er einen
Kanarienvogel, den er liebte,
weil er schön zwitscherte und piepte,
doch nicht nach höh’ren Künsten strebte,
und der den Mozart überlebte.

Pressestimmen
Main-Post Würzburg, 7.11.2003

Bratensoße im Prater und Reime aus dem Paddelboot

„Gaulimauli“ heißt ihr jüngstes Buch – es ist das vierte (…). Es geht um Mozart. Gereimt, satirisch aber nicht bissig, intelligent aber nicht intellektuell, springt sie mit dem Genie um. Mozart auf der Reise nach Prag liest sich bei Boese so:

„Mozart bewundert die Natur;
als Stadtmensch kennt er Bäume nur
aus Pappmaché wie im Theater
und Wald nur wie im Würstl-Prater,
wo kaum Getier mehr fleucht und kriecht,
weil’s da nach Bratensoße riecht…“

Das Manuskript von „Gaulimauli“ ließ sie von Ulrich Konrad gegenlesen. Der Würzburger Musikwissenschaftler ist international anerkannter Mozart-Experte. (…)

(Ralph Heringlehner)


crescendo 6/03

Klein aber fein,
das ist das neue Buch von Cornelia Boese. Gaulimauli heißt das gute Stück und ist eine vergnügliche Reim-Reise mit und zu Mozart. So erfährt der Leser von Mozarts Kindheit in Salzburg, seiner ersten Begegnung mit Beethoven und nicht zuletzt von seiner Existenz als Frauenheld. Natürlich ist auch sein musikalischer Werdegang hinreichend und mit einer gehörigen Portion Ironie beschrieben. Endlich mal eine Neuerscheinung, die aus dem normalen Produktionsrahmen herausfällt und es absolut verdient hat, Aufmerksamkeit zu bekommen.


Stadtmagazin „Leporello“ 8/2003

Dichten hat was von Musik

Für „Gaulimauli“, die jüngst erschienene „vergnügliche Reim-Reise mit und zu Mozart“ aus der Feder der Boese, hinter deren vordergründiger Harmlosigkeit Sachwissen mit Esprit steht, hat sie einen ganzen Sommer lang über sämtlichen Mozart-Büchern der Würzburger Stadtbücherei gegrübelt. Und alle Original-Mozartbriefe gelesen und jede gefundene Quelle auf ihre Seriosität abgeklopft. (…)

(Ursula Maria Martin)


Main-Echo, Juni 2003

Mozart in Versen
Die Mozart-Enthusiastin Boese, Meisterin des Enjambements oft quer durch mehrer Wörter, der klingenden Sprache und des schwebenden Verses, hat einiges Witzige zusammengetragen über Mozarts Aussehen, sein Verhältnis zu Frauen, seine Neckereien mit Musikerkollegen, seinen Vogel, seine Tanzwut, seine Reisen und seine Spottlust, die auch den rätselhaften Titel der Gedichtsammlung „Gaulimauli“ – ein Zitat aus dem Kanon KV 232 – hervorbrachte. Das mit zarten Scherenschnitten von Sara Buschkühl hübsch ausgestattete Büchlein (97 Seiten), erschienen im Buchverlag Peter Hellmund, ist für 11 Euro zu haben.
(Renate Freyeisen)


Volksblatt Würzburg, 3.6.2003

Vergnügliche Reimreise mit und zu Mozart

Ein besonderes musikalisches und literarisches Vergnügen bot die Sonntags-Matinée im Mainfranken Theater Würzburg. Cornelia Boese stellte ihren neuen Gedichtband „Gaulimauli – eine vergnügliche Reimreise mit und zu Mozart“ vor. Das „Ensemble Spieltrieb“, das sich aus Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters zusammensetzt, umrahmte musikalisch die Gedichte der Würzburger Autorin. (…)
Charmant von der Autorin vorgetragen verwandelt sich Musikhistorie in ein amüsantes Vergnügen, dem sich die Besucher der Matinée genüsslich hingaben. (…)
Ihr musikalisches Talent beweist die gebürtige Würzburgerin durch ein traurig anmutendes Musikstück aus ihrer Feder, das sie in Anlehnung an Goethes Fortsetzung der Zauberflöte geschrieben hat. Dabei spielt Boese die Faunenflöte des Papageno neben Christoph Rox (Flöte), Holger Burke (Oboe), Uwe Ellies (Klarinette), Isabel Schmitt (Horn) und Andrea Wurmbäck (Fagott).

(Dr. Susann Gundermann)

Hörbeispiel


Ich bin der unsichtbare Herrscher einer magischen Welt

(vergriffen – Restexemplare bei der Autorin erhältlich)

Heitere Verse
Mit 18 Collagen von Cornelia Boese
2.Auflage, 80 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen
Buchverlag Peter Hellmund, Würzburg 2003
ISBN 3-9808253-0-2, 9,00 Euro

„Das Theater ist ein Irrenhaus, die Oper aber die Abteilung für Unheilbare.“ Dies stammt zwar genauso wenig von Cornelia Boese wie „Ich bin der unsichtbare Herrscher einer magischen Welt“. Aber Alexander Witeschnik und Richard Strauss haben die Ehre, dass ihre beiden Erkenntnisse für das Vorwort von Cornelia Boeses erstem Buch, „Die gute Fee im Kasten“, ausgewählt wurden.
Hat sie in der „Guten Fee“ 1997 das Leben der Opernsouffleuse auf wissenschaftliche Weise erzählt – und das spannend – , so macht sie ihre verrückte, magische Welt nun mit Poesie sichtbar. Dies ist der erste Gedichtband von Cornelia Boese – und bereits die zweite, um eine Zugabe ergänzte Auflage. Könnte es einen besseren Ansporn für Gedichte geben? Alles, was hier steht, ist mehr oder weniger so oder ähnlich in und um den Souffleurkasten des Würzburger Mainfranken Theaters vor gar nicht allzu langer Zeit passiert.
(Aus dem Vorwort von Dr. Astrid Freyeisen)

Leseprobe
Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Ich war noch ziemlich neu am Haus,
da half ich mal im Schauspiel aus,
denn die Souffleuse hatte Fieber
und allen Schauspielern war’s lieber,
wenn ich da saß, als gar niemand.
Zwar war das Stück mir unbekannt,
doch Gegenargument war’s keins.

„Du setzt dich in die Reihe eins,
liest quasi als Maskottchen mit,
hältst deinen Mund und wir sind quitt!“
befahl mir der Protagonist.
Ich dachte mir: „Wenn’s sonst nichts ist…“,
gehorchte drum und nickte stumm,
nahm’s Buch und ging ins Publikum.

Der Albee faszinierte mich,
Virginia Woolf war toll, doch ich
vermißte bald für meinen Teil
sehr den Souffleusenkasten, weil
die Dame rechts, die parfümierte,
mir immerzu ins Textbuch stierte.

So saß ich da auf meinem Platz
und ich verfolgte Satz für Satz,
wie sich die Ehepaare stritten,
als völlig unerwartet mitten
auf Seite einhundertunddrei
ein Schauspieler ganz textfremd sei-
ne Frau beschimpfte und verfluchte;
ich blätterte schweißnaß und suchte
meinen entsprungenen Akteur,
(heiß wünschend, ich wär nicht Souffleur
geworden und spielt‘ irgendwas
wie Bratsche oder Kontrabaß,
was weniger Adrenalin
verschüttet) und entdeckte ihn
auf Seite hundertneunundsechzig.

Mein Stimmchen klang verzagt und krächzig,
als ich mich ins Geschehen mischte –
der Blick, den ich von ihm erwischte,
ließ mich sogleich jedoch verstummen:
Von mir vor Publikum zum Dummen
gemacht zu werden, ging ihm sich-
tlich geg’n die Ehre und den Strich!
Für einen glatten Stückverlauf
nimmt man schon mal ’nen Sprung in Kauf.

Daß es ein ganzer Akt fast war,
ward allen erst viel später klar,
die Logik litt darunter sehr,
und man verstand das Schauspiel schwer…

Das Publikum konnt‘ schon um zehn,
statt um halb elf nach Hause geh’n,
die Dame rechts, (die parfümierte),
war irritiert und kritisierte:
„Die hab’n das Stück ja sehr gekürzt!“,
und ich verließ höchst überstürzt
den Saal und dachte nur: „O je,
das Schauspiel ist nicht mein Metier…“
Denn ich gestehe jämmerlich:
Angst vor Virginia Woolf hab ich!

Pressestimmen
orpheus 7/2003

Aus dem Graben…

Ihr Weg in die „Unterwelt“ sieht gefährlich aus. „Da geht’s einige Meter runter“, warnt Cornelia Boese, schlängelt sich an unterirdischer Bühnentechnik vorbei und erreicht wohlbehalten eine hölzerne Hängeleiter im Orchestergraben. Sie klettert direkt in die „Unterwelt“ – in den winzigen Souffleurkasten des Mainfranken-Theaters. Unter dem Arm trägt Cornelia Boese ihre Noten zum Dirigieren der Opernsänger und ein kleines geblümtes Buch: ihre Gedichte. Denn die „Unterwelt“ ist der Stoff, aus dem die Reime sind., die Deutschlands wohl einzige dichtende Souffleuse schreibt. Jetzt hat sie ihren ersten Gedichtband herausgebracht. „Ich bin der unsichtbare Herrscher einer magischen Welt“ lautet der Titel. Dieses Zitat von Richard Strauss umschreibt Teil eins Boeseschen Selbstverständnisses. (…)

(Astrid Freyeisen)


ELLE, April 2002

Dichterin aus dem Souterrain

Jeden Tag klettert Cornelia Boese in ihre Unterwelt hinab, in der – bislang berechtigten – Hoffnung, dort nicht von abstürzenden Dirigenten erschlagen zu werden. Ihr Arbeitsplatz ist ein unscheinbarer Kasten unter der Bühne des Würzburger Theaters – die 31-Jährige ist Opern-Souffleuse. Ein Job, den normalerweise nur ausgediente Musiker machen. „Aber ich liebe ihn, denn im Musiktheater passieren viele verrückte und witzige Dinge.“ Und die schreibt sie in den Pausen der langen Probentage auf – in Gedichtform. (…)


Fermate 21/12

Poesie aus dem Souffleusenkasten

Jeder, der einen Draht zum Musiktheater hat, kann dabei zumindest schmunzeln, oft auch herzlich lachen. „Poesie“ heißt hier nicht, die Welt weich zu spülen, sondern durch einen kräftigen Schuss scheinbarer Naivität durchsichtig und letztlich schwerelos zu machen.
Kaufen, lesen, lachen.

(Ingo Hoddick)


Main-Echo, 10.12.2001

Köstliche Anekdoten

Das begeisterte Publikum in den völlig ausverkauften Kammerspielen des Mainfranken Theaters Würzburg lauschte schmunzelnd den köstlichen Anekdoten aus dem (wahren) Leben der Opernsouffleuse. Die kleinen Unfälle und Fast-Katastrophen in Reimform gefielen nicht zuletzt durch den sprachlichen Einfallsreichtum und hier vor allem durch die überraschenden Wortkombinationen. Und der Vortrag, in dem die Sprache zum Klingen kam, ließ die kleinen Szenen und Minidramen, die hier geschildert wurden, geradezu plastisch erstehen. (…)

(Renate Freyeisen)


Süddeutsche Zeitung, 1./2.12. 2001

Gedichte aus der Unterwelt

Wenn ein Mädchen auffallend hübsch ist, dazu schlank und groß, rät man ihm bisweilen Fotomodell zu werden oder Schauspielerin. Zeigen soll sie sich und ihre Schönheit zu Geld machen. Als Cover-Girl hätte Cornelia Boese die Auflage mancher Frauenzeitschrift steigern können. (…)
Vor kurzem ist ihr erster Gedichtband „Ich bin der unsichtbare Herrscher einer magischen Welt“ (Peter Hellmund Verlag) erschienen – mit genau „1000 Zeilen aus der Unterwelt“.

(Sabine Buchwald)


Main-Post, 26.11.2001

Eine Souffleuse namens Boese

Sie sitzt unter der Bühne, kann gut beobachten und was sie sieht, in pointierte Reime fassen. Die Dichterin trägt Pippi-Langstrümpfe. Die geringelten Beine passen zum Jeanskleid und besonders zu Cornelia Boese: Sie lacht viel und herzlich, sieht jung, frech und hübsch aus. Außerdem ist die 31-Jährige selbstbewusst und scheint das Leben zu genießen. (…)
Sie sitzt gerne im Souffleurkasten des Mainfranken Theaters, lebt gerne in Würzburg, paddelt gerne mit ihrem Kanu auf dem Main und schreibt gerne Gedichte. (…)

(Manuela Göbel)


Main-Echo Aschaffenburg, 16.6.2001

Leben in der Unterwelt des Theaters

Ihr Weg in die „Unterwelt“ sieht gefährlich aus. „Da geht’s einige Meter runter“, warnt Cornelia Boese, schlängelt sich an unterirdischer Bühnentechnik vorbei und erreicht wohlbehalten eine Hängeleiter im Orchestergraben. Sie klettert direkt in die „Unterwelt“ – in den winzigen Souffleurkasten des Mainfranken-Theaters. Unter dem Arm trägt Cornelia Boese ihre Noten zum Dirigieren der Opernsänger und ein kleines geblümtes Buch: ihre Gedichte. Denn Cornelia Boese dichtet und erscheint damit sogar im ZDF. (…)

(assi)



Polska für den Elch

(vergriffen – Restexemplare bei der Autorin erhältlich)

Skandinavisches Reisetagebuch
144 Seiten, Taschenbuch
Neuauflage Buchverlag Peter Hellmund, Würzburg 2012
(1. Auflage Gryphon Verlag, München 2002)
ISBN 978-3-939103-37-0, 11,00 Euro

„Dies ist ein kleiner Schelmenroman …, eine herrlich komische Hymne an das (schwedische) Leben, dabei jederzeit federleicht wie ein (schwedischer) Sommertag. Traumhaft.“
Ingo Hoddick, das Orchester

Leseprobe
3. Kapitel

Es war ein erhebendes Gefühl, an Bord der Fähre zu stehen, über den Sund zu schauen und Schweden zu begrüßen. Kärnan, der Wehrturm und Helsingborgs Wahrzeichen, ragte über die Stadt, und weiter südlich lugte die Insel Hven aus dem Wasser. Die Sonne schien, ich hatte Hunger – bessere Bedingungen zum Geigespielen gab es gar nicht. Aber der allererste Anfang ist auch der schwierigste! Nachdem ich meinen Rucksack in ein Bahnhofsschließfach verbannt hatte, spazierten Geige und ich erst einmal durch das Städtchen. Es gab ja so viel zu sehen! Ich drückte mich beharrlich davor, eine passende Bank in der Fußgängerzone zu suchen und loszulegen. Das Öffnen des Geigenkasten war sowieso immer der schlimmste Augenblick: Wenn die Leute schon neugierig guckten, aber noch keine Musik ertönte, wenn der Bogen noch nicht gespannt war, die Geige verstimmt und das Tuch aus dem Kasten flatterte! Vielleicht hatte ich nach einem ganzen Jahr strengen Studiums in Deutschland die schwedischen Lieder und Weisen vergessen? Womöglich konnte die Geige sie nicht mehr und niemand soufflierte uns! Panik! Außerdem sah ich ein Wölkchen am Himmel, und meine Geige war wasserscheu.
Himmel und Hunger hatten kein Einsehen mit uns, und so überwand ich meinen toten Punkt, guckte mir ein hübsches Plätzchen mitten im Einkaufsgewimmel aus und begann das Konzert mit dem Värmlandslied. Diese melancholische Weise, die schon Smetana so geschätzt hat, das er sie für seine „Moldau“ klaute, ist immer ein guter Anfang. Alle Schweden kennen und lieben sie, und wenn da noch ein Mädchen, blau-gelb gekleidet wie die schwedische Fahne, diese Töne einer Geige entlockte, war das Mittagessen meist schon gerettet. In der dritten Strophe hatte sich auch mein Herz soweit beruhigt, dass ich die amüsierten Blicke der Passanten ertrug. Zugegeben – sie schauten schon immer recht komisch, wenn ich Geige spielte. Das liegt daran, dass ich eigentlich gar nicht Geige spielen kann. Ich bin Cellistin. So ein Cello ist aber ein völlig ungeeigneter Reisebegleiter, und den Bauchnabel hatte ich mir bereits einmal gebrochen und war nicht erpicht darauf, das wegen eines massivholzschweren Cellokastens auf dem Buckel zu wiederholen. Deshalb nahm ich stets die kleine Schwester Geige mit nach Schweden, klemmte sie zwischen die Beine und spielte sie wie ein Cello. Am Kinn hätte ich keinen geraden Ton herausgebracht, zwischen den Knien aber hatte ich inzwischen trotz der Schrumpfverhältnisse eine ganz passable Privatspielweise ausgeklügelt, die zwar höchst merkwürdig aussah, aber gerade deswegen ungeheuer lukrativ war. Die Leute blieben sofort stehen und starrten.
Es dauerte nicht lange, und die silbernen Kronen prasselten in den Kasten. Ich spielte mich durch mein Schweden-Repertoire, und nach etwa einer Stunde sagte mir mein Blick in die Münzsammlung zu meinen Füßen, dass ich ruhig Feierabend machen konnte. So wickelte ich die Geige in ihren Seidenschal und bettete sie auf Münzen. Der Kasten schepperte, als ich ihn schulterte, und er war bedeutend schwerer geworden. Eine Handvoll Geld setzte ich sofort in Nahrung um, mit dem Rest pilgerte ich zum Hafen und zählte gespannt meinen Schatz. Es waren noch weit über hundert Kronen, und in allen Falten und Verstecken des Futters tauchten neue auf. Sehr zufrieden mit diesem Debüt setzte ich mich an den Pier und ließ die Beine baumeln.

Pressestimmen
Volksblatt, Titelseite, 26.4.2002

Mit Kniegeige bis Lappland

Ein neues Talent aus Würzburg. Boese besticht durch ihre zurückhaltende Komik. Sie macht aus Nichts Etwas. Als arme Studentin fuhr sie mit dem Zug gen Norden, ihre Geige zunächst neben sich auf der Liege im Nacht-Waggon. Schließlich war das Cello ja zu schwer, um es mitzunehmen. Und so kam es, dass sie – weil sie eigentlich gar nicht Geige spielen kann – die Geige zwischen die Knie nahm und darauf spielte wie auf einem Cello. Das Fernsehen wurde auf die ungewöhnliche Musikerin aufmerksam und drehte einen Film über die Stationen „von Berlin bis Lappland“, dann erst kam das Buch, für alle, die erfahren wollen, wie es ist „im Sommer mal nach Schweden zu fahren und kein Geld mitzunehmen“.


Main-Post Würzburg, 27.4.2002

Mitternachtssonne und Mückenplagen

Wir lesen von der Mitternachtssonne, freundlichen Schweden und Lappen, gefährlichen Bus- und Gummibootfahrten, Mückenplagen, Musik, kurz: vom schönen Leben einer armen Straßenmusikantin, die ohne Geld und Dach überm Kopf, aber mit Geige und guter Laune einen netten Urlaub in Nordeuropa macht.
Das ZDF hat aus ihren Erlebnissen einen Dokumentarfilm gemacht („Klingende Münze“), der zuletzt am Ostersamstag auf Phoenix zu sehen war.


Das Orchester, Oktober 2002

Eine skandinavische Reise

Dies ist ein kleiner Schelmenroman, er beginnt ganz gattungsgerecht mit der Beschreibung eines Besäufnisses. Und noch einen literarischen Topos bedient Boese: Die Reise wird zur Folie für das womöglich Bessere gegenüber dem Zuhause, mit Seitenhieben auf „Übezwang und Probenfrust“ (S. 6) an deutschen Musikhochschulen. Dies ist eine herrlich komische Hymne an das (schwedische) Leben, dabei jederzeit federleicht wie ein (schwedischer) Sommertag. Traumhaft.

(Ingo Hoddick)



Die gute Fee im Kasten

Die Souffleuse im Musiktheater
60 Seiten, broschiert
Shaker Verlag, Aachen 1997
ISBN 3-8265-3167-1, 19,95 Euro

Das Buch behandelt den in Theater so bedeutungsvollen, jedoch in der Öffentlichkeit verkannten Beruf der Opernsouffleuse und holt sie aus ihrer Unsichtbarkeit ins Rampenlicht, indem es die Geschichte und Funktion der Souffleuse von den ersten Anfängen des Theaters in der griechischen und römischen Antike bis zur Moderne an Opernbühnen in Europa und Übersee aufrollt.
Durch die detaillierte Beschreibung ihrer Arbeit bei Proben und Aufführungen versucht Cornelia Boese, mit dem verbreiteten Klischee der Souffleuse als „alter Frau mit Strickstrumpf“ aufzuräumen und ihre vielseitigen Qualifikationen und Aufgabenbereiche herauszustellen, von denen der abendliche Theaterbesucher meist keine rechte Vorstellung hat.
Die Stelle der Souffleuse am Theater und ihr Prestige im Spiegel der Gesellschaft, die anhand von Beispielen aus Literatur, Musik, Anekdote und Cartoon aufgezeigt werden, lassen ein vielschichtiges Bild von der „Dame aus der Unterwelt“ entstehen.
Die Darstellung der negativen und positiven Seiten dieses Berufes soll Theaterleute und -freunde auf seine wichtige Bedeutung aufmerksam machen und den Souffleusen Mut zur Ausübung ihrer anspruchsvollen Tätigkeit geben.

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Leseprobe
Vorwort

Ein berühmter Mann sprach einst die bedeutungsvollen Worte: „Das Theater ist ein Irrenhaus, die Oper aber die Abteilung für Unheilbare!“ Seit ich vor vier Jahren begonnen habe, in eben jener Abteilung zu arbeiten und noch dazu in einem Berufszweig, den die meisten Zeitgenossen bestenfalls aus Karikaturen kennen, nämlich als Souffleuse, stoße ich auf verständnislose Mienen. „Gibt es denn in der Oper überhaupt eine Souffleuse?“ wundert man sich. „Müssen Sie da singen?“ werde ich gefragt. Geduldig versuche ich immer wieder, meine Funktion zu erklären und erwecke meist Erstaunen. „Davon hat man als abendlicher Theaterbesucher keine Ahnung!“ heißt es dann. „Ist das ein richtiger Beruf?“
In der Tat zählt dieser Beruf zu den anonymsten und am wenigsten beachteten. „Die Öffentlichkeit kennt ihn nicht, ihm flicht im Unterschied zu den Mimen heute die Nachwelt keine Kränze“ schreibt „Die Welt“ über den Souffleur und kritisiert: „Das ist gewiß ungerecht… Eine Kulturgeschichte des Soufflierens ist fällig…“
So entschloß ich mich, die Opernsouffleuse zum Gegenstand meiner Zulassungsarbeit zu machen. Ich entwarf einen Brief, den ich in dreizehn Sprachen verfaßte, schickte ihn an über hundert Theater in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, England, Irland, Island, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Rußland, Ungarn, Tschechien und den USA und bat die Souffleusen und Souffleure um Unterstützung.
Der Erfolg dieser Aktion war überwältigend. In meinem Briefkasten türmten sich die Antwortschreiben aus aller Welt. Ich erhielt seitenlange Briefe von Souffleusen (und auch einigen Souffleuren), die von meiner Idee begeistert waren und sich zu freuen schienen, einmal im Mittelpunkt des Interesses zu stehen. Sie schickten mir Zeitungs- und Rundfunkinterviews, Literaturhinweise etc., und viele luden mich ein, ihre Arbeit „live“ mitzuerleben. Ich reiste von Theater zu Theater und lernte Souffleusen und Souffleurkästen kennen, und es entstand ein reger Briefwechsel.
Die Souffleusen zeigten sich insgesamt sehr interessiert an der Arbeit ihrer Kollegen an anderen Theatern – sie fühlten sich nicht mehr so alleine mit ihrem seltenen Beruf. „Du mußt einmal einen Kongreß von Souffleuren machen!“ schlug mir Jeaume Tribó vom Gran Teatre de Liceu in Barcelona vor und schwärmte: „Zum ersten Mal auf der Welt tausend Souffleure zusammen…!“
Vielleicht wird es ein solches Treffen tatsächlich einmal geben. Ich beginne den Weg aus dem Dunkel des Soufflierkastens mit dieser Arbeit, die allen Souffleuren und Souffleusen gewidmet ist, die mir geholfen haben, und denen an dieser Stelle mein besonderer Dank gilt.

Cornelia Boese, Würzburg 1993

Pressestimmen
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.06.1998

Muschelziegen, Mimenmörder

Die Souffleuse Cornelia Boese hat mit der wahrhaft enzyklopädischen, dabei amüsanten Schilderung ihres Berufs Neuland betreten.
Welche Soufflierarten gibt es? Sind Nebenjobs möglich? Welches Sozialprestige hat die Souffleuse bei Sängern, Intendanten, beim Publikum? Wie wird sie als Figur in Literatur und Oper geschildert? Was spricht gegen, was für den Beruf? Der Leser ist überrascht, dass die Autorin all dies in aller Ausführlichkeit auf nur gut sechzig Seiten unterbringt: eine umfassende, sorgsam abwägende Berufsberatung zwischen Buchdeckeln.

(Ellen Kohlhaas)


Das Orchester, 99/1

Bei der Premiere in der ersten Reihe

Musiktheater hautnah: das ist Alltag der Souffleuse, um deren Berufsbild sich die vorliegende Publikation erfolgreich bemüht. (…) Trotzdem bietet die gut recherchierte Broschüre, die als Staatsexamensarbeit entstanden ist, nicht nur interessierten Anwärtern auf einen Theaterberuf ein realistisches Bild, auch der opernbegeisterte Laie, der im wahrsten Sinne des Wortes hinter die Kulissen schauen möchte, erhält hinreichend Gelegenheit dazu.

(Marina Sandel)